Stadt plant Baumaßnahmen in 2019 Meppener Emsbad fährt Millionendefizit ein

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Das Emsbad in Meppen glänzt durch niedrige Eintrittspreise. Foto: Hermann-Josef MammesDas Emsbad in Meppen glänzt durch niedrige Eintrittspreise. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Im Meppener Emsbad sollen vermutlich im kommenden Jahr weitere Modernisierungsmaßnahmen erfolgen. Hierzu gehören der Kleinkindbadebereich, die Startblöcke sowie die Bodenfliesen.

In der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend, Sport und Senioren hat Romann van Leeuwen die Pläne der Stadtverwaltung vorgestellt. Das heutige Emsbad „An der Bleiche“ wurde 1976 eröffnet. 2000 erfolgte die Erneuerung des Freibadbereiches sowie der Anbau für den Kleinkinder- und Aufenthaltssektor. Der Maßnahmenkatalog setzte sich 2008 mit der 80 Meter lange Erlebnisrutsche fort. 2010 erfolgte dann eine umfangreiche Sanierung und Modernisierung der Umkleidekabinen sowie weitere Bereiche im Bad wie Dampfsauna, Wärmeliegen und Whirlpool. Zudem sorgt seit 2016 ein Blockheizkraftwerk dafür, dass die Energiekosten sowohl im Emsbad als auch im benachbarten Jugend- und Kulturzentrum JAM niedriger ausfallen.

Mehr Besucher

Van Leuwen ergänzte, dass diese Maßnahmen im Laufe der Jahre auch die Besucherzahlen steigerten. Gerade seit der großen Modernisierung 2010 kommen rund 20.000 Gäste im Jahr mehr ins Bad. Zusätzlich zu den baulichen Verbesserungen sind Pool-Partys oder Wohlfühlabende für zusätzliche Frequenzbringer.

Befall mit Legionellen

Im vergangenen Jahr habe der positive Trend aber einen Dämpfer erlitten. Wegen Legionellenbefalls musste das Bad vom 26. Januar 2017 bis 14. März 2017 für 48 Tage geschlossen bleiben. Das wirkte sich stark auf die Besucherzahlen aus. Statt der 172.200 Badegäste wie in 2016 fanden im vergangenen Jahr nur 138.593 Menschen den Weg ins Emsbad. Nach Angaben des Sachbearbeiters pendeln sich die Zahlen langsam wieder auf das normale Level ein. Er hoffe darauf, „dass der Sommer 2018 besser wird als der von 2017“.

Vorbehaltlich des Votums des Stadtrates soll 2019 der Kleinkinderbereich komplett erneuert werden. „Hier kommt es zu großen Wasserverlusten, die wir uns nicht erklären können“, sagte er. In diesem Zusammenhang werde man den Frontbereich für die Kleinen in Richtung Freibad öffnen. Die fünf Startblöcke aus dem Jahr 1976 und seien nicht mehr zeitgemäß und würden ersetzt. Der Rundgang im Hallenbad soll neu gefliest werden. Aber auch die Bestuhlung im Aufenthaltsbereich sei abgängig und werde einen „Lounge-Charakter“ erhalten.

Neue Startblöcke

CDU-Ratsherr Jürgen Schwering betonte, dass sich gerade die Schwimmer des TV Meppen schon seit Jahren bessere Startblöcke wünschen. Das Ambiente sowie das Preis- und Leistungsverhältnis im Emsbad seien sehr gut. Marlies Gruber (CDU) ergänzte: „Ich gehe mit meinen Enkelkindern sehr gerne ins Emsbad.“ Die Familienkarte (bei einem Elternteil) koste nur vier Euro. Auch Bernd Kaiser (SPD) wies auf die niedrigen Eintrittspreise hin. Zudem sei das Emsbad im Rahmen der Schwimmausbildung sehr wichtig. Durch die Kurse könnten Leben gerettet werden.

Hohes Defizit

Die Entwicklung des Meppener Frei- und Hallenbades Quelle: Stadt Meppen Foto: Hermann-Josef Mammes Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Sachbearbeiter Romann van Leeuwen wies darauf hin, dass die Einnahmen der Stadt Meppen 2016 mit 241.586 Euro ihren Höchststand erreichten. 2017 lag er bei nur 197.899 Euro. Im Gegenzug erhöhte sich das Defizit von 920.00 Euro auf voraussichtlich 1.178.000 Euro. Die Legionellenproblematik und die notwendigen Gegenmaßnahmen seien der Stadt teuer zu stehen bekommen. Im vergangenen Jahr wurde wegen der notwendigen Schließung der Tageschnitt auf 444 Badegäste gedrückt. Zum Vergleich: 2016 vergnügten sich pro Tag im Durchschnitt 481 Menschen im Emsbad.


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