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16.03.2018, 07:30 Uhr EIN KOMMENTAR

Beweisambulanz Meppen wichtige Anlaufstelle für misshandelte Frauen

Von Carola Alge


Verletzungen von Opfern und anhaftende Fremd-DNA werden in der Beweisambulanz gesichert und dokumentiert. Foto: Carola AlgeVerletzungen von Opfern und anhaftende Fremd-DNA werden in der Beweisambulanz gesichert und dokumentiert. Foto: Carola Alge

Meppen. Frauen, die geschlagen, gewürgt, sexuell missbraucht oder vergewaltigt wurden – es gibt sie auch bei uns. Nicht selten werden sie von den Männern gequält, die sie am besten kennen, von ihren Partnern. Das macht die Schwelle so hoch, Anzeige gegen sie zu erstatten. Ambulanzen von Pro Beweis wie in Meppen sind deshalb wichtige Anlaufstellen. Ein Kommentar.

Normale Untersuchungen beim Arzt und sein im Anschluss verfasster Bericht reichen meist vor Gericht als Nachweis nicht aus. In Krankenhausambulanzen wie in Meppen hingegen können Beweise gesichert werden, die vor Gericht standhalten und Frauen auch längere Zeit nach einem Übergriff helfen, gegen ihre Peiniger vorzugehen. Frauen, die zunächst aus der Gewaltspirale ausbrechen müssen, den Gang zur Polizei nach einer Tat gescheut haben. Gescheut aus Hemmung und Scham. Gescheut aus Angst, denn eine Anzeige gerade gegen den eigenen Partner ist ein gravierender Einschnitt.

An Krankenhäusern wie in Meppen angesiedelte Pro-Beweis-Stellen sind für manche Frauen eine eher vertraute Umgebung als die der Polizei. Sie wissen, dass Dinge hier, bei den Ärzten, der Schweigepflicht unterliegen, offenbaren sich eher. Und sie haben es mit geschultem Personal zu tun, das auch kleinste Verletzungen erkennen und sorgfältig dokumentieren kann. Anleitungen dazu stellen einen wichtigen Beitrag von Pro Beweis mit seinen Partner-Krankenhäusern dar.


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