Betreuung im Binsenkörbchen Neue Kinderkrippe in Meppen eingeweiht


cq Meppen. Als erstes Krippenhaus der Kreisstadt wurde am Freitag die Kinderkrippe „Binsenkörbchen“ an der Neelandstraße in Meppen-Esterfeld einweiht. Nach achtmonatiger Bauzeit stehen hier nun 45 neue Krippenplätze für ein- bis dreijährige Kinder zur Verfügung.

Weil direkt am Kindergarten St. Maria-zum-Frieden Erweiterungsmöglichkeiten fehlen, haben sich Stadt und Kirchengemeinde zum Bau eines Krippenhauses auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe des Kindergartens und der Marienschule entschlossen. Bereits seit dem 5. August läuft der Betrieb in der neuen Kinderkrippe. Alle 45 Betreuungsplätze sind innerhalb kürzester Zeit besetzt worden. Unter der Leitung von Birgit Schulte findet noch bis Oktober die Eingewöhnung der Kinder in der Einrichtung statt.

„Die Hand, die die Wiege bewegt, bewegt die Welt“, so sagt es ein spanisches Sprichwort. In diesem Sinne bedankte sich Bürgermeister Jan Erik Bohling bei allen an dem Großprojekt beteiligten Partnern und übergab den symbolischen Schlüssel für die Krippe in Form einer stählernen Windfahne an die Betreiber. Mit der Errichtung und der nun vollendeten Eröffnung der Krippe sei ein kompetentes Betreuungszentrum im Herzen des Stadtteils Esterfeld entstanden. Die unmittelbare Nachbarschaft der neuen Krippe zu dem bereits bestehenden Kindergarten St.-Maria zum Frieden sowie zur angrenzenden Grundschule ermögliche eine enge inhaltliche Vernetzung in der Betreuung und Erziehung der heranwachsenden Kinder.

Das Investitionsvolumen von insgesamt 1,25 Mio. Euro war teilweise vom Land Niedersachsen und dem Landkreis Emsland, mit rund 650000 Euro aber größtenteils von der Stadt Meppen bereitgestellt worden. Neue Investitionen in Höhe von etwa 500000 Euro hat die Stadt bereits für weitere Krippenbaumaßnahmen in den kommenden zwei Jahren geplant.

Den Bauauftrag für das Esterfelder Krippenhaus hatte die Firma Korte Bau- und Planungsbüro erhalten. Die Trägerschaft der neuen Krippe übernahm die Kirchengemeinde St.-Maria zum Frieden, deren Pfarrer Hubertus Goldbeck sogar einen Teil seines Pfarrgartens abgegeben hatte, um das Außengelände der Krippe möglichst großzügig gestalten zu können. Ermöglicht wurde der eine Nettonutzfläche von 660 Quadratmeter bietende Bau an der Neelandstraße jedoch erst durch die ehemalige Anwohnerin Elsbeth Schrimpf, die ihr Grundstück seinerzeit zur Verfügung gestellt hatte und bei der sich Goldbeck dafür noch einmal herzlich bedankte.

Als Name für die Kinderkrippe wurde die Bezeichnung „Binsenkörbchen“ gewählt. Diese, so Goldbeck, assoziiere passend zur Bestimmung der Einrichtung mit Werten wie Schutz, Geborgenheit, Natur und nicht zuletzt mit der Bibelgeschichte des Mose. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen Hartmut Smoor von der evangelisch-reformierten Gemeinde Meppen-Schöninghsdorf und Mirjam Valerius von der evangelisch-lutherischen Bethlehem-Gemeinde segnete Goldbeck die Räume der Kinderkrippe und übergab ein symbolisches Binsenkörbchen sowie ein Kreuz an Birgit Schulte und ihr engagiertes Betreuerteam.


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