Projekt „Soundtrack“ Meppener Schüler für Technik begeistern

Von Constanze Lerch

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Mit Ehrgeiz bei der Arbeit waren die Meppener Schüler. Foto: Constanze LerchMit Ehrgeiz bei der Arbeit waren die Meppener Schüler. Foto: Constanze Lerch

Meppen. Mit Elan und Ehrgeiz wird an den Lautsprecherboxen gewerkelt und an dem Beat geschraubt: Das Schulprojekt „Soundtack Technik“ gibt 20 Schülern aus dem neunten .Jahrgang der Meppener Johannesschule die Möglichkeit, die Technikwelt für sich zu entdecken.

Das von der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland finanzierte Projekt will vor allem die Schüler neugierig machen, die sich vorher eigentlich nicht für Technik interessiert haben. Dabei wurde ein Thema gewählt, dass alle Schüler ansprechen soll: die Musik.

Die Jugendlichen werden dabei in Fünfer-Teams aufgeteilt. Sie stellen jeweils unterschiedliche Unternehmen dar, die im Wettbewerb gegeneinander antreten. Jedes der Unternehmen hat die Aufgabe, ein individuelles Gehäuse für eine Lautsprecherbox zu bauen. Dazu müssen die Schüler Frequenzweichen löten, aus Holz das Gehäuse formen und die Box nach ihren Vorstellungen gestalten.

Hilfe erhalten sie dabei von Matthes Otten, der momentan eine Ausbildung zum Mechatroniker macht. Zusätzlich müssen die Teams mithilfe eines Midi-Controllers und einer Musiksoftware einen eigenen Song für ihre Firma kreieren. Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von Giuseppe Vitale, der unter dem Namen Jo-Zy als DJ tätig ist.

Außerdem gehören zur abschließenden Produktpräsentation, in der Schüler vor Publikum ihr Werk vorstellen, auch noch Werbematerialien, um die „Kunden“ von ihren Produkten zu überzeugen. Für die Fertigstellung haben die Jugendlichen drei Tage Zeit, dann wird das Produkt den Eltern, Verwandten, aber auch den Klassen aus den anderen Jahrgängen präsentiert.

Zwar beaufsichtigen Lehrer und Experten die Arbeit der Schüler, aber letztendlich dient das Projekt auch dazu, die Kinder in ihrer Selbstorganisation und Planung zu fördern. Innerhalb der Gruppe sind die Aufgaben derweil gut verteilt. Einige interessieren sich eher dafür, wie man einen Song kreiert, andere wollen lieber handwerklich tätig werden und die Gehäuse für die Boxen bauen.

Natascha Clasen, Initiatorin der Aktion, ist begeistert von der Kreativität der Jugendlichen: „Es ist toll zu sehen, wie viele Ideen bei der Arbeit zustande kommen und wie schnell die Kinder lernen, mit der Technik umzugehen.“ Während die Ideenflut der Schüler keine Grenzen kennt, sieht sie in der Organisation der Produktion noch Entwicklungspotenzial. Dies sei aber bei dieser Menge an Schülern auch nicht einfach zu bewältigen, so Clasen.


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