In JVA Meppen Bett angezündet Brandstifter wegen Psychose freigesprochen

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Wegen einer Psychose von Brandstiftung freigesprochen wurde ein 50-jähriger Häftling der JVA Meppen. Symbolfoto: dpaWegen einer Psychose von Brandstiftung freigesprochen wurde ein 50-jähriger Häftling der JVA Meppen. Symbolfoto: dpa

Meppen. Weil ihm ein Sachverständiger eine psychiatrische Störung bescheinigte, ist ein 50-jähriger Meppener nun vor dem Landgericht Osnabrück vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen worden.

Laut Anklageschrift hatte der 50-Jährige im Juni 2017 mit einem Feuerzeug in seiner Zelle in der JVA Meppen sein Bettzeug und seine Matratze in Brand gesetzt. Dabei soll ihm bewusst gewesen sein, dass das Feuer auch auf weitere Teile des Gebäudes übergreifen könnte. Zu seiner eigenen Sicherheit soll er sich dann in dem kleinen Bad seiner Zelle geschützt haben. Dort war er von den alarmierten Justizvollzugsbeamten befreit worden. Der Gesamtschaden belaufe sich auf 3000 Euro. Zum Tatzeitpunkt hatte der Meppener wegen Diebstahls, Körperverletzung und Hausfriedensbruch eingesessen.

Auf unbegrenzte Zeit in Psychiatrie

Ein Sachverständiger bescheinigte dem Angeklagten eine psychiatrische Störung, weshalb ihn das Gericht für schuldunfähig erklärte und von der Tat freisprach. Aufgrund der Gefährdung wird der Angeklagte in der Psychiatrie des Ameos Klinikum in Osnabrück untergebracht. Dort muss er laut Katrin Höcherl, Pressesprecherin des Landgericht Osnabrück, bleiben, bis von ihm keine Gefahr mehr ausgeht.


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