Täter weitgehend geständig Meppener wegen mehrfachen Diebstahls verurteilt

Von Gerd Albers

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Vor Gericht gab der Meppener Täter die meisten Straftaten zu. Foto: David Ebener/dpaVor Gericht gab der Meppener Täter die meisten Straftaten zu. Foto: David Ebener/dpa

Meppen. Das Amtsgericht Meppen hat einen 35-jährigen Meppener wegen diverser Delikte zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Die Anklage hielt ihm mehrere Ladendiebstähle, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Hausfriedensbruch vor. In mehreren Meppener Supermärkten soll er Zigaretten, Kosmetika und Textilien gestohlen haben. Der Gesamtwert der gestohlenen Waren beträgt rund 500 Euro. Die Waren gingen allerdings nie in sein Eigentum über, sondern verblieben bei den Geschädigten.

Obwohl der Angeklagte in einem Kaufhaus Hausverbot hatte, betrat er es weiter mehrfach und wurde prompt beim Diebstahl erwischt. In einem Markt musste die Polizei seine Identität feststellen. Hierbei leistete er heftigen Widerstand, indem er versuchte, die Beamten zu treten oder zu schlagen.

Schläge ins Gesicht

Zudem soll er einer Bekannten mit der Hand und mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, als sie ihn in seiner Wohnung besuchte. Der Angeklagte räumte nach einer Beratung mit seinem Anwalt die Diebstähle, den Hausfriedensbruch und den Widerstand gegen die Polizisten ein. Zum Tatvorwurf der Körperverletzung gegenüber seiner Bekannten sagte er, dass dies nicht zutreffe. Er habe die Frau lediglich aus der Wohnung geworfen, aber nicht geschlagen.

Die Frau selbst war als Zeugin ordnungsgemäß zum Termin vorgeladen worden, erschien allerdings nicht. Deshalb verhängte der Richter ein Ordnungsgeld von 150 Euro gegen sie. Das Gericht stellte das Verfahren wegen Körperverletzung gegen den Angeklagten ein.

Einschlägig vorbestraft

Der Strafregisterauszug des Angeklagten weist einschlägige Vorstrafen wegen Diebstahls aus. In seinem Plädoyer führte der Staatsanwalt aus, dass das Geständnis des Angeklagten sich strafmildernd auswirke, er dennoch nicht umhinkomme, diesmal gegen ihn eine Freiheitsstrafe zu beantragen, da alle anderen Strafen in der Vergangenheit auf den Angeklagten keinen Eindruck gemacht hätten. Deshalb beantragte er eine Freiheitsstrafe von neun Monaten. Zusätzlich solle man ihm einen Bewährungshelfer zur Seite stellen, außerdem habe er 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit zu leisten.

Der Verteidiger führte aus, dass der Angeklagte hinsichtlich des Widerstands nicht gewusst habe, was die Polizeibeamten von ihm wollten. Sein Handeln beruhe insoweit auf ein Missverständnis. Ansonsten stellte er das Strafmaß ins Ermessen des Richters. Der Richter schloss sich in seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft an. Der Angeklagte habe zudem die Kosten des Verfahrens zu tragen.


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