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02.03.2018, 12:22 Uhr KOMMENTAR

Pläne zur Ärzteversorgung im Emsland haben Mängel

Kommentar von Tim Gallandi

Das System der Bedarfsplanung zur ambulanten ärztlichen Versorgung ist für Patienten im Emsland mit Problemen verbunden. Symbolfoto: dpa/Jens BüttnerDas System der Bedarfsplanung zur ambulanten ärztlichen Versorgung ist für Patienten im Emsland mit Problemen verbunden. Symbolfoto: dpa/Jens Büttner

Meppen. Das Emsland ist gut mit Medizinern versorgt, attestiert die Kassenärztliche Vereinigung (KVN). Die Realität sieht jedoch für viele Patienten anders aus. Aus ihrer Sicht ist die Bedarfsplanung mit Mängeln behaftet. Ein Kommentar.

Zwischen Zahlen und Fakten klafft eine Lücke: Die Bedarfsplanung zur ambulanten ärztlichen Versorgung mag für die Kassenärztliche Vereinigung Sinn haben. Doch wer Wochen oder gar Monate auf einen Termin beim Orthopäden oder Psychotherapeuten warten muss und dann hört, es gebe in der Region mehr als genug Fachärzte, darf mit Recht eine Fehldiagnose vermuten.

Aus Patientensicht krankt das System unter anderem daran, dass es von gleichen Bedingungen für alle Emsländer ausgeht. Die teils hohen Entfernungen zur nächsten Praxis werden aber ebenso wenig berücksichtigt wie der Fakt, dass es kleinen Gemeinden, etwa Twist, an Allgemeinmedizinern mangelt, sich dies allerdings nicht in der Statistik niederschlägt. Obwohl der Zuschnitt der Planungsbezirke 2013 schon geändert wurde, müsste er noch kleinteiliger werden, um eine wirklich ortsnahe Versorgung zu ermöglichen..

Die Region selbst hat für all das keine Heilmittel. Sollten Konzepte zur Verbesserung der Patientenmobilität gefunden werden, könnten sie immerhin eine gewisse Linderung bringen.


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