Langfristige Förderung ermöglichen Diakonie-Stiftung Emsland-Bentheim wirbt um Unterstützung

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Die erste Jahresbilanz der Diakonie-Stiftung Emsland-Bentheim präsentieren Kuratoriumsmitglied Daniel Gützlaff, Dorothea Währisch-Purtz und Superintendent Bernd Brauer Bilanz. Foto: Konstantin StumpeDie erste Jahresbilanz der Diakonie-Stiftung Emsland-Bentheim präsentieren Kuratoriumsmitglied Daniel Gützlaff, Dorothea Währisch-Purtz und Superintendent Bernd Brauer Bilanz. Foto: Konstantin Stumpe

Meppen. Ein Jahr nach ihrer Gründung im Januar 2017 befindet sich die Diakonie Stiftung Emsland-Bentheim noch in der Findungsphase. Bislang warb die Stiftung nur intern um Aufmerksamkeit, nun will sie auch die Öffentlichkeit über ihr Engagement informieren – auch in der Hoffnung, mehr Spenden zu generieren.

Mit dem Slogan „SinnStifterIn werden!“ ruft die Diakonie-Stiftung Emsland-Bentheim zum Spenden auf. „Die Arbeit, die die Diakonie macht, ist sinnstiftend, daher passt dieser Slogan perfekt zu unserem Leitspruch: Diakonie macht Sinn“, erklärt Dorothea Währisch-Purz, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks im evangelischen Kirchenkreis Emsland-Bentheim.

Immer neue Projekte

Menschen mit immer neuen sinnvollen Angeboten zu helfen, das sei der Anspruch des Diakonischen Werks, erklärt Währisch-Purz. „Wir wollen neue Bereiche aufbauen, indem wir schauen, was die Menschen brauchen“. Das Diakonische Werk setzt sich neben der allgemeinen Sozialberatung unter anderem auch in der Suchtprävention, Schwangerschaftsberatung und der Schuldner- und Lebensberatung ein. Es sei jedoch schwierig, für die Projekte eine dauerhafte Förderung zu bekommen. „Viele Menschen wollen mit ihrem Geld aber etwas Langfristiges bewirken“, weiß die Geschäftsführerin.

Spende soll nachhaltig wirken

Die schiere Not, Geld für laufende Projekte aufzutreiben, damit diese nicht eingestellt werden müssen, war ein treibender Grund für die Gründung der Stiftung. Auf die Idee brachte das Diakonische Werk zudem die Anfrage eines Beerdigungsinstituts. Dort käme oft die Frage nach Spendenmöglichkeiten auf, jedoch mit dem Wunsch, dass mit der Spende eine nachhaltige Wirkung erzielt werde.

Eine Stiftung zielt genau auf dieses Ansinnen ab, da sie von Gesetztes wegen in der Regel für die Ewigkeit errichtet wird. Das Vermögen einer solchen Stiftung darf dann nicht angetastet werden. Zur Erfüllung des Stiftungszwecks wird nicht das Stiftungskapital, sondern nur dessen (Zins-)Ertrag und eingehende Spenden verwendet. Der eingebrachte Kapitalgrundstock bleibt dagegen vollständig und dauerhaft erhalten, ist demnach zeitlich unbegrenzt wirksam.

Grundkapital soll wachsen

Innerhalb der ersten drei Jahre nach Gründung der Diakonie-Stiftung soll nun ihr Grundkapitalstock anwachsen. Die Stiftung wurde am 19. Januar 2017 mit einem Grundkapital von etwa 50.000 Euro aus Rücklagen der Kirchensteuer errichtet. Mit Geld aus dem Sozialfonds und dem Verkauf einer Immobilie in Nordhorn wuchs das kapital bis zum 31. Dezember 2017 auf knapp 185.000 Euro an. Dankbar ist die Diakonie-Stiftung für ein Bonifizierungsprogramm der Landeskirche in Hannover. Bis zum Juni 2019 gibt sie für jeden dritten gespendeten Euro, einen dazu.

Spende ohne kirchliche Anhaftung

Die Stiftung soll jedoch nicht das klassische Schema des Handaufhaltens bedienen. Sie soll zeigen: „Schaut her, das leisten wir“, sagt Superintendent Bernd Brauer. Die Stiftung entbinde die Diakonie zudem etwas dem rein kirchlichen Bezug. „So können auch Leute spenden, ohne sich gleich kirchlich zu outen“, meint der Superintendent. Menschen, die im Hintergrund agieren, seien zudem oft sehr wichtig in der Vermittlung neuer Spender.

Mittelfristig soll mit den Zinserträgen der Stiftung der Betrieb der Teestube „Alte Backstube“ in Lingen, wie die Finanzierung der Schuldnerberatungsstellen der Diakonie sichergestellt werden. Langfristiges Ziel soll es sein, die Arbeit des Diakonschen -Werk im Emsland und der Grafschaft Bentheim zu sichern.


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