„Gefahren im Internet“ Präventionsprojekt am Windthorst-Gymnasium Meppen

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Polizeioberkommissar Hartmut Bruns erläutert den Schülerinnen und Schülern „Gefahren im Internet“. Foto: Windthorst-GymnasiumPolizeioberkommissar Hartmut Bruns erläutert den Schülerinnen und Schülern „Gefahren im Internet“. Foto: Windthorst-Gymnasium

Meppen. Fünftklässler und ihre Eltern sind die Zielgruppe des Präventionsprojekts „Gefahren im Internet“ am Windthorst-Gymnasium Meppen.

Die Schule hat dazu in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei für die Schülerinnen und Schüler sowie für ihre Eltern einen Informationsabend angeboten. Durch Beispiele aus der Lebenswelt der Fünftklässler konnte Polizeioberkommissar Hartmut Bruns die Kindre über Gefährdungen aufklären. Dies sei nach wie vor nötig, erklärt der Polizeibeamte: „40 bis 50 Prozent der Erstkommunionkinder bekommen bereits ein eigenes Handy. Dann wird WhatsApp installiert und los geht’s.“ Dabei versäumten es viele Eltern, den Kindern den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken und Suchmaschinen zu erklären.

Hier setzt das Präventionsprogramm der Kriminalpolizei an. Dazu gehören ein Kurzfilm, in dem der Fußballer Bastian Schweinsteiger Tipps zum Verhalten in Chatforen gibt und Berichte über Vorfälle, mit denen die Polizei konfrontiert wird. Viele der Schülerinnen und Schüler konnten eigene Erfahrungen zu den Themen Cybermobbing und –bullying, ebenso Erkenntnisse zum sicheren Chatten schildern.

Obwohl die 10- bis 11-Jährigen theoretisch bereits viel über richtiges Verhalten im Netz wussten, so belehrte der Präventionsbeauftragte, der Projekte wie diese bereits seit acht Jahren betreut, gerade die Eltern eines Besseren: „Mobbing wird eher häufiger als seltener.“ Und nicht immer reiche es, dass Beratungslehrer oder Eltern eingriffen. Oft sei externe Hilfe wie die der psychologischen Beratungsstelle und des Kinderschutzbunds nötig. Manchmal auch die der Polizei: „Bei eindeutiger Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung wird dann schon eine Strafanzeige gestellt.“ Ab 14 Jahren seien die Jugendlichen strafmündig und da könne es schon Sozialstunden geben, führt der Experte aus. Er empfiehlt den Eltern, „den Draht zu ihren Kindern zu behalten.“ Kindern und Jugendlichen solle man natürlich die Möglichkeit geben, unter sich zu sein, aber trotzdem sollten Eltern darüber informiert sein, was im Leben der Kinder so los sei.


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