50 Stunden gemeinnützige Arbeit 17-Jähriger von Meppener Gericht wegen Urkundenfälschung verurteilt

Von Stefanie Müller

Das Amtsgericht Meppen hat das Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz gegen einen 17-jährigen Asylsuchenden unter der Auflage von gemeinnütziger Arbeit eingestellt. Der Richter erteilte eine Frist von sechs Monaten, in denen der junge Mann 50 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten muss. Archivfoto: Lorena DreusickeDas Amtsgericht Meppen hat das Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz gegen einen 17-jährigen Asylsuchenden unter der Auflage von gemeinnütziger Arbeit eingestellt. Der Richter erteilte eine Frist von sechs Monaten, in denen der junge Mann 50 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten muss. Archivfoto: Lorena Dreusicke

Meppen. Das Amtsgericht Meppen hat das Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz gegen einen 17-jährigen Asylsuchenden unter der Auflage von gemeinnütziger Arbeit eingestellt. Der Richter erteilte eine Frist von sechs Monaten, in denen der junge Mann 50 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten muss.

Laut Anklage hatte der 17-Jährige gegen das Aufenthaltsgesetz mit Urkundenfälschung verstoßen. Der Staatsanwalt warf dem Jugendlichen vor, im vergangenen Jahr im Ankunftszentrum in Bramsche während der Registrierung ein falsches Geburtsdatum angegeben zu haben. Obwohl ihm sein Geburtsdatum zu dem Zeitpunkt nicht bekannt war, hatte er eine Geburtsurkunde mit Datum vorgewiesen. Später gab er dann wiederum ein anderes Datum an.

Jugendlicher ist Analphabet

Auf die Frage des Staatsanwalts, warum er die Urkunde mit Geburtsdatum abgegeben habe, obwohl ihm sein Geburtsdatum unbekannt war, gab der Jugendliche an weder lesen noch schreiben zu können. Bei seiner Ankunft in Bramsche habe es keinen Dolmetscher gegeben und er habe die Registrierung nicht verstanden. Seine Papiere seien falsch übersetzt worden. Das Datum habe er zu einem späteren Zeitpunkt korrigieren wollen.

Der Richter stellte daraufhin das Verfahren ein und erteilte 50 Stunden gemeinnützige Arbeit. Der junge Mann stimmte der Auflage zu und ist damit nicht vorbestraft.