DAK-Aktion gegen Komasaufen 92 Jugendliche im Emsland 2016 nach Vollrausch im Hospital

Von Heiner Harnack

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Für die Aktion „bunt statt blau“ werben (von links) Matthias Wahmes, Kai Henneborn und Helmut Knurbein. Foto: Heiner HarnackFür die Aktion „bunt statt blau“ werben (von links) Matthias Wahmes, Kai Henneborn und Helmut Knurbein. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Zum neunten Mal startet auch in Meppen die Kampagne „bunt statt blau“. Der Wettbewerb will durch künstlerisches Gestalten, Jugendlichen einen verantwortlichen Umgang mit Alkohol näherbringen.

Es werden wieder die besten Schüler-Plakate gesucht, die vor Suchtgefahren warnen. Dabei ist die aktuelle Statistik zum Komasaufen für das Emsland durchaus alarmierend. Die Zahl der betroffenen Jugendlichen stieg zum Vorjahr stark an.

Starker Anstieg im Emsland

Bürgermeister Helmut Knurbein und Sozialdezernent Matthias Wahmes ließen sich in den Räumlichkeiten der DAK-Gesundheit die neuesten Zahlen präsentieren. Gastgeber Kai Henneborn konnte im Gegensatz zu den vergangenen Jahren keine weitere Verbesserung aufzeigen. „Im Jahr 2016 kamen bundesweit 22.309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus“, so Henneborn. Das seien 1,8 Prozent mehr als im Jahr 2015. Damit seien die Zahlen erstmals seit dem Jahr 2012 wieder gestiegen. „Beim Komasaufen gab es 2016 im Emsland sogar 92 Betroffene, was einen Anstieg von 44 Prozent bedeutet“, zeichnete Henneborn eine erschreckende Bilanz auf. Es müsse eine regionale Alkoholprävention ohne den erhobenen Zeigefinger geben, waren sich Knurbein, Wahmes und Henneborn einig.

Aufklärung notwendig

Der DAK-Geschäftsstellenleiter führte weiter aus, dass Experten bundesweit wieder mehr Aufklärung zu den Gefahren des Alkohols forderten. Er dankte dem Bürgermeister, dass dieser wieder die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen hätte. „Schüler zwischen 12 und 17 Jahren können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich über ihre Schulen bei uns mit den künstlerischen Werken melden.“ Der DAK-Vertreter verknüpft damit die Hoffnung, dass sich die Schulen wieder stärker der Präventionsarbeit widmen. Bis zum 31. März könnten die Bildungsstätten die neuen Plakate bei der DAK Meppen in der Emsstraße einreichen.

Wichtige Botschafter

Bei „bunt statt blau“ würden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken, so der Bürgermeister. Viele Jugendliche überschätzten sich und glaubten, exzessives Trinken gehöre zum Feiern. „Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit diesem Wettbewerb sehr gut“, so Knurbein weiter. Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, wird der Nachwuchssänger Emree Kavás in der Bundesjury sitzen, die sich nach Einsendeschluss mit den besten Entwürfen befassen wird. Es gibt wieder wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

Nähere Informationen und Teilnahmebedingungen können unter www.dak.de/buntstattblau abgerufen werden.


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