Zweite Runde der Chemieolympiade WGM Meppen erfolgreichste Schule in Niedersachsen

Zur Urkunde gratulierten Fachlehrer Mike Horas (links) und Schulleiterin  Daniela Brüsse-Haustein (rechts) den erfolgreichen Schülern Michael Fricke und  Annika Korn. Foto: WGMZur Urkunde gratulierten Fachlehrer Mike Horas (links) und Schulleiterin Daniela Brüsse-Haustein (rechts) den erfolgreichen Schülern Michael Fricke und Annika Korn. Foto: WGM

Meppen. Die Oberstufenschüler Annika Korn und Michael Fricke haben gemeinsam das beste Ergebnis in der zweiten Runde der Internationalen Chemieolympiade in Niedersachsen erzielt und konnten den Schulpreis für das Windthorst-Gymnasium (WGM) nach Meppen holen.

Das WGM stellt mit Annika Korn und Michael Fricke (beide Jahrgang 12) auch gleich zwei der insgesamt 20 besten Schüler aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen. Dafür wurde die Schule im Rahmen einer Preisverleihung des Verbandes der Chemischen Industrie, Landesverband an der Leibniz Universität Hannover ausgezeichnet.

„Wir sind sehr stolz auf die tolle Leistung von Annika und Michael und freuen uns, dass wir den Erfolg aus den Vorjahren wiederholen konnten“, sagte der betreuende Fachlehrer Mike Horas. Bereits 2017 erhielt das Windthorst-Gymnasium nach eigenen Angaben den Preis als erfolgreichste Schule, 2016 den Preis für die kontinuierlichste Teilnahme.

Starker MINT-Bereich

Seit Jahren engagiert sich die Begabtenförderung des WGM sehr stark im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Als ausgezeichnetes MINT Excellence-Center) ist es laut einer Pressemitteilung das Ziel, „schon junge Schüler für MINT-Fächer zu begeistern und sie hin zu entsprechenden Studien- und Berufsgängen zu begleiten“.

Ältere helfen Jüngeren

MINT-interessierten und -talentierten Schülern stehe ein breites Spektrum an Möglichkeiten und Inhalten zur Auswahl. Das Wahlfach MINT beschäftige sich mit fächerübergreifenden Themen wie Bionik, Stadtökologie oder Technik. Dabei habe sich das Prinzip bewährt: Jüngere Schüler lernen von den älteren, was sich besonders an der überregional und international erfolgreichen Roboter-AG oder auch an der von Michael Fricke und Nils Fuhler geleiteten Microbit-AG zeige. „Hier werden Kompetenzen des Programmierens vermittelt“, heißt es in der Pressemitteilung. Auch das Lernen an außerschulischen Lernorten stelle einen Kernaspekt der Wahlfächer dar. Die Schüler kommen dabei mit Unternehmen daswie dem Regenwaldhaus Osnabrück, der Firma Röchling in Haren und Firma Rosen in Lingen in Kontakt.

Großes Interesse

Mike Horas lobt die beiden erfolgreichen Schüler Annika Korn und Michael Fricke ganz besonders: „Beide haben nicht nur Talent und außerordentliches Interesse an den MINT-Fächern, sondern auch Fleiß und Durchsetzungsvermögen an den Tag gelegt.“ Anders sei das jahrelange erfolgreiche Abschneiden in Wettbewerben wie „Jugend forscht“, der Physikolympiade, dem Känguru-Wettbewerb oder dem Bundeswettbewerb der Mathematik nicht zu erklären.

Hoher Anspruch

Mittlerweile seien die Schüler auf diesem Gebiet auch schon „alte Hasen“. Dies heiße aber nicht, dass die Wettbewerbe immer leichter würden – ganz im Gegenteil. „Der Anspruch der Chemie-Olympiade ist enorm, Inhalte gehen zum Teil weit über im Grundstudium erwartete Anforderungen hinaus,“ zeigt sich der Chemielehrer beeindruckt von der konstanten Leistung der beiden Abiturienten. Für Annika Korn sei auf jeden Fall klar, dass sie auch beruflich im MINT-Bereich tätig sein möchte: „Ich möchte definitiv in die Forschung, aber eher Physik als Chemie.“ Ganz so genau weiß Michael Fricke noch nicht, wo es ihn beruflich hinzieht: „Der MINT-Bereich wird es aber auf jeden Fall sein.“