Größte BBS in Niedersachsen Peter Diekmann neuer Leiter der BBS Meppen

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Einen Blumenstrauß überreichte Landrat Reinhard Winter (rechts) dem neuen Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) Meppen, Peter Diekmann. Foto: Hermann-Josef MammesEinen Blumenstrauß überreichte Landrat Reinhard Winter (rechts) dem neuen Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) Meppen, Peter Diekmann. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Blumen hat es für den neuen Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) Meppen, Peter Diekmann, zur Begrüßung gegeben. Der 52-jährige Lähdener leitet jetzt die größte Berufsschule in Niedersachsen.

Während eines Festaktes am Donnerstag sagte Diekmann, dass er erst vor 14 Tagen von der Schulbehörde erfahren habe, dass er seine neuen Stelle bereits drei Tage später anzutreten habe. Diekmann ist verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern (18 und 19 Jahre alt) und wohnt in Lähden.

Großer Tanker

Nach seinen ersten Arbeitstagen zog Diekmann ein erstes positives Fazit. Mit fast 4000 Schülern und 190 Lehrerkollegen sei die BBS Meppen wie ein großes Tanker. Sein Vorgänger Franz Egbers, der im Januar offiziell verabschiedet worden war, habe ihm gegenüber diesen Vergleich gezogen. „Der Tanker läuft, Offiziere und Mannschaft funktionieren“, lautete das erste Fazit von Diekmann. Er wolle den bisherigen Kurs grundsätzlich beibehalten, aber sehr wohl weiterentwickeln.

Ansprechpartner für Berufsbildung

„Wir als BBS Meppen sind die Ansprechpartner für berufliche Bidung und Weiterbildung.“ Für den Landkreis Emsland sei die berufliche Bildung sehr wichtig. Der 52-Jährige dankte dem Landkreis für die bisherige gute Zusammenarbeit. Der Landkreis als Träger der BBS Meppen werde die Schule in Kürze mit einem Glasfaseranschluss versorgen. Damit sei es zukünftig möglich, W-LAN in den Klassen mit einem gezielten Tablet-Einsatz vorzuhalten.

Fusion geglückt

Landrat Reinhard Winter wies darauf hin, dass die BBS Meppen mit einst zwei großen Fachrichtungen bislang als einzige Berufsschule im Emsland schon vor Jahren die Fusion realisiert habe. „Aus heutiger Sicht war dies nicht nur mit Blick auf das Anwerben neuer Lehrkräfte der richtige Schritt“, so der Landrat. Er könne sich den Zusammenschluss der noch jeweils unterschiedlichen Fachrichtungen zu einer Berufsschule auch an den Standorten Lingen und Papenburg vorstellen.

Erfahrener Schulleiter

Winter betitelte Dieckmann als „erfahrenen und hoch qualifizierten neuen Schulleiter“. Der Landrat freute sich, dass der Übergang in der Schulleitung nahtlos geglückt sei. Winter bezeichnete Dieckmann als „Emsländer“. So absolvierte der gebürtige Löninger schon als Schüler am Marianum in Meppen sein Abitur. Der weitere Werdegang startete mit der Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker bei der Firma Rosen in Werlte. Es folgte das Maschinenbau-Studium an der Fachhochschule Osnabrück. 1996 trat Diekmann seine erste Stelle im Schuldienst an den Berufsbildenden Schulen in Lingen an. Wenige Monate später wechselte er an die BBS Technik in Cloppenburg, wo er bis zuletzt als Studiendirektor für die Fächer Technologie, Physik, Politik, Mitarbeiterführung, Arbeitspädagogik und Deutsch verantwortlich zeichnete.

Lehrstellen unbesetzt

Winter wies auf die Wichtigkeit der beruflichen Ausbildung im Emsland hin. Leider konnten im vergangenen Sommer 900 Ausbildungsstellen im Emsland nicht besetzt werden. Das Emsland befinde sich beim Anwerben von Fachkräften im Konkurrenzkampf mit anderen Regionen. Der Landkreis als „Träger der BBS unterstützt seine Berufsschulen deshalb mit hohen Investitionen“. In die BBS Meppen seien seit 2014 Kreisgelder in Höhe von 1,2 Millionen Euro geflossen. In diesem Jahr würden weitere 400.000 Euro investiert.

Schlechte Unterrichtsversorgung

Für die Unterrichtsversorgung sei das Land Niedersachsen zuständig. Auch der emsländische Landrat beklagte: „Die landesweit schlechte Unterrichtsversorgung ist ein Drama.“ Die Schulleitungen müssten trotzdem die Berufsschulen für die Zukunft aufstellen. Er bot dem neuen BBS-Leiter Peter Diekmann eine „Zusammenarbeit mit offenem Visier“ an.


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