4900 Euro gefordert – Firma insolvent Lähdener Unternehmer konnte Sozialversicherungsbeiträge nicht zahlen

Von Tim Henrichs

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Ein ehemaliger Transportunternehmer aus Lähden konnte für seine beiden Angestellten die Sozialversicherungsbeiträge von insgesamt rund 4900 Euro nicht zahlen. Dies fiel der zuständigen Versicherung auf und sie erstattete Anzeige. Nun musste sich der ehemalige Geschäftsführer dazu vor Gericht verantworten. Archivfoto: Hermann-Josef MammesEin ehemaliger Transportunternehmer aus Lähden konnte für seine beiden Angestellten die Sozialversicherungsbeiträge von insgesamt rund 4900 Euro nicht zahlen. Dies fiel der zuständigen Versicherung auf und sie erstattete Anzeige. Nun musste sich der ehemalige Geschäftsführer dazu vor Gericht verantworten. Archivfoto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Von August bis Dezember 2015 konnte ein ehemaliger Transportunternehmer aus Lähden für seine beiden Angestellten die Sozialversicherungsbeiträge von insgesamt rund 4900 Euro nicht zahlen. Dies fiel der zuständigen Versicherung auf und sie erstattete Anzeige. Nun musste sich der ehemalige Geschäftsführer dazu vor Gericht verantworten.

Kunden des Transportunternehmers hatten Rechnungen nicht beglichen, sodass rund 90.000 Euro in seiner Kasse fehlten und er zahlungsunfähig wurde. Der daraufhin beauftragte Insolvenzberater des Angeklagten hatte laut Aussage allerdings festgestellt, dass das Geschäft des Unternehmens eigentlich gut lief.

Im Insolvenzverfahren kam es dann zu Verzögerungen, und die Zahlungsunfähigkeit wurde zu spät angezeigt. Aus diesem Grund standen für den Unternehmer noch die Sozialbeiträge für die Mitarbeiter aus, weil mit der zuständigen Versicherung keine Vereinbarungen getroffen wurden, die Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuzahlen.

Späte Einsicht

Mittlerweile sieht der ehemalige Geschäftsführer nach eigenen Worten ein, zu spät Insolvenz angemeldet zu haben. Geld habe er keins mehr übrig. „Er hat schon alles verloren, was er hat“, bekräftigte sein Verteidiger. Aufgrund der finanziell schwierigen Situation des Angeklagten – er arbeitet momentan Vollzeit als Lastwagenfahrer – schlug der Richter vor, bei „einer Rückzahlung von 1600 Euro an die Knappschaft“ das Verfahren vorläufig einzustellen. Die Summe soll nun innerhalb von sechs Monaten in monatlichen Raten von mindestens 150 Euro gezahlt werden.

Der Angeklagte und sein Verteidiger willigten ein. Der Richter wies den Angeklagten nochmals darauf hin, dass bei Nichtzahlung ein erneutes Verfahren auf ihn zukommen werde und dann mit großer Wahrscheinlichkeit die vollen 4900 Euro gezahlt werden müssten.


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