„Verbot nicht gerechtfertigt“ Junge Union für Wiederholung des Goa-Festivals im Funpark

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Für eine Wiederholung des Goa-Festivals ist die Junge Union.  Foto: Synaptic EclipseFür eine Wiederholung des Goa-Festivals ist die Junge Union. Foto: Synaptic Eclipse

Meppen. Der Stadtverband Meppen der Jungen Union spricht sich in einer Pressemitteilung für die Genehmigung einer Wiederholung des Goa-Festivals in Meppen aus.

Das Festival soll vom 7. bis zum 11. Juni 2018 wieder auf dem Gelände des Meppener Funparks stattfinden. Nach Auskunft des Veranstalters sowie der Meppener Stadtverwaltung liege dieser ein entsprechender Antrag vor.

Trotz der bei der letztjährigen Veranstaltung aufgetretenen Probleme, insbesondere der zahlreich aufgetretenen Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigung aufgrund zu lauter Musik und des Nichteinhaltens von Ruhezeiten, sind die Jungpolitiker der Meinung, dass man dem Festival eine zweite Chance geben sollte. Dass es zu derartigen Lärmimmissionen innerhalb der Wohngebiete kommen würde, sei für die Veranstalter, welche sämtliche Vorgaben und Grenzwerte eingehalten haben, wie auch ein unabhängiges Gutachten bestätigte, nicht vorauszuahnen gewesen, so der JU-Vorsitzende Felix Middelberg.

Lärmbelästigung reduzieren

Nichtsdestotrotz dürfe sich eine derartige Beeinträchtigung der Bürger in den Meppener Nordgemeinden nicht wiederholen. Unter Berücksichtigung dieser damals unbekannten Variablen und Faktoren jedoch sollte es zukünftig möglich sein, die Lärmbelästigung der Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren. Auf Nachfrage des JU-Stadtvorstandes teilten die Veranstalter mit, dazu eine deutlich aufwendigere und modernere Soundtechnik einsetzen zu wollen, als es im letzten Jahr der Fall war, die eine gezieltere Beschallung sowie eine deutliche Reduktion der Schallpegel außerhalb des Festivalgeländes ermöglichen soll. Außerdem seien das Aufstellen von Lärmschutzwänden sowie eine kontinuierliche professionelle Überwachung der Lärmemissionen geplant. Ziel sei nach Aussage der Veranstalter, den Schalldruckpegel in den nahegelegenen Wohngebieten und somit die Beeinträchtigung der Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren.

Positive Aspekte

Des weiteren bringe ein solches Festival auch zahlreiche positive Aspekte für die Stadt mit sich, so Middelbergs Stellvertreter Aron Runge, der sich im JU-Vorstand federführend mit dem Thema befasst: Zum einen sei eine derartige Veranstaltung ein willkommener Zugewinn für die Jugendkultur in und um Meppen, zum anderen trage es dazu bei, die Stadt und die „Marke“ Meppen überregional bekannt zu machen, da zahlreiche Gäste aus dem entfernten In- sowie auch dem Ausland erwartet werden. Nicht zuletzt würde auch die lokale Wirtschaft, vor allem durch die bei der Organisation und Durchführung des Festivals anfallenden Aufträge, welche nach Auskunft der Veranstalter überwiegend an emsländische Unternehmen vergeben werden sollen, profitieren.

Verbot nicht gerechtfertigt

Daher ist man seitens der JU der Meinung, dass ein Verbot bzw. eine generelle Nichtgenehmigung des Festivals, wie es nach den Problemen des letzten Jahres - nach Auffassung der JU voreilig - seitens des Bürgermeisters und auch von Teilen der CDU gefordert wurde, unter Gewährleistung gebührenden Lärm- und Anwohnerschutzes sowie der Einhaltung entsprechender Ruhezeiten nicht gerechtfertigt sei. Man fordere daher Bürgermeister, Stadtverwaltung und Rat auf, den Antrag der Veranstalter sowie die geplanten Maßnahmen ergebnisoffen und unvoreingenommen zu prüfen und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und Abwägung der verschiedenen Interessen eine Entscheidung - wie man in der JU hofft, möglichst zugunsten des Festivals - zu fällen.

Sollte das Festival 2018 nicht zustande kommen können, sollten im Hinblick auf die nächsten Jahre seitens Politik und Verwaltung umso mehr entsprechende Optionen geprüft werden, wie die Ausrichtung derartiger Veranstaltungen in Meppen und insbesondere im Funpark bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Anwohnerinteressen in Zukunft ermöglicht werden kann, so die Forderung der Jungpolitiker.


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