Infoabend bei Deutsche Glasfaser Im Sommer schnelles Internet in Versen, Fullen und Rühle

Von Tobias Böckermann

Mehr als 100 Interessierte waren beim Bauinfoabend der Deutschen Glasfaser in Meppen dabei. Foto: Tobias BöckermannMehr als 100 Interessierte waren beim Bauinfoabend der Deutschen Glasfaser in Meppen dabei. Foto: Tobias Böckermann

Meppen. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hat über den Ausbau des schnellen Internets in den Meppener Ortsteilen Versen, Fullen und Rühle einformiert. Bis Mitte des Jahres sollen alle Hauhalte, die einen entsprechenden Antrag gestellt haben, an das Glasfasernetz angeschlossen sein.

Projektleiter Thomas Breer erläuterte im Rahmen eines Bauinfoabends im Emslandsaal Kamp, wie sein Unternehmen weiter vorgehen wird. Vorausgenagen war die sogenannte Nachfragebündelung, bei der das Unternehmen in den Meppener Gemeinden westlich der Ems abgefragt hatte, wie viele Haushalte sich von ihm an das Breitbandnetz anschließen lassen wollten. Weil die geforderten mindestens 40 Prozent erreicht worden waren, soll es in diesem Jahr nun an die Realisierung gehen.

Insgesamt werde man etwa 1250 Haushalte in den Dörfern Versen, Groß und Klein Fullen sowie Rühle anschließen, sagte Breer. Dazu müsse man auf einer Trasse von 23 Kilometern Länge Glasfaser verlegen, benötige für die Bauarbeiten etwa 18 Wochen mit 35 Mitarbeitern in drei Baukolonnen. Notwendig sei der Bau von zwei sogenannten PoP-Stationen, was Point of Presence bedeutet und den Hauptverteiler darstellt. Die beiden garagengroßen PoPs werden in Fullen und Rühle errichtet und können jeweils 1496 Haushalte bedienen - „es ist also noch Reserve für einen weiteren Ausbau des Netzes vorhanden“, sagte Breer.

Damit in den einzelnen Häusern alles reibungslos klappt, ist eine Hausbegehung durch Mitarbeiter des ausführenden Unternehmens notwendig. Sie dauert etwa eine halbe Stunde und bei diesem Gespräch wird geklärt, an welcher Stelle der Glasfaseranschluss ins Haus gelegt wird und wie es dann im Gebäudeinneren weitergeht. Das Glasfaserkabel selbst wird von der Straße aus unterirdisch verlegt und zwar ohne dabei den Garten zu beschädigen. Dafür komme Spezialtechnik zum Einsatz, sagte Projektleiter Breer. Man verwende klassische Tiefbaumethoden, aber auch moderne Fräs- und Bohrtechniken. Alles so minimalinvasiv wie möglich.

Die vorbereitenden Gespräche starten ab sofort, dafür werde man auf die Kunden zugehen, sagte Breer. Die Tiefbauarbeiten sollen zeitgleich in allen drei Orten Anfang März begonnen werden, Ende Juni bis Ende Juli folge die Anschluss- und Aktivierungsphase. Im Haus gebe es einen sogenannten Hausübergabepunkt, an dem das Glasfaser ankomme und mit dem dann die hausinterne Technik verbunden werde. Über die genauen Modalitäten informiere man im Beratungsgespräch, eventuell sei die Verlegung eines Lehrrohres im eigenen Haus durch den Hausbesitzer notwendig. Danach stehe das Internet solange kostenlos zur Verfügung, bis der alte Telefon- und Internetvertrag auslaufe.