22-Jähriger starb nach Zusammenstoß bei Meppen Lkw-Fahrer nach Unfall auf E233 zu Geldstrafe verurteilt

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Im Dezember 2016 war es zu einem tragischen Unfall auf der B402/E233 bei Meppen gekommen. Ein 22-Jähriger war mit seinem Golf unter einen umkippenden Lkw-Anhänger geraten. Der junge Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Dem Lkw-Fahrer wurde am Mittwoch vor dem Amtsgericht Meppen der Prozess gemacht. Foto: NWM-TVIm Dezember 2016 war es zu einem tragischen Unfall auf der B402/E233 bei Meppen gekommen. Ein 22-Jähriger war mit seinem Golf unter einen umkippenden Lkw-Anhänger geraten. Der junge Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Dem Lkw-Fahrer wurde am Mittwoch vor dem Amtsgericht Meppen der Prozess gemacht. Foto: NWM-TV

Meppen. Im Dezember 2016 war es zu einem tragischen Unfall auf der B402/E233 bei Meppen gekommen. Ein 22-Jähriger war mit seinem Golf unter einen umkippenden Lkw-Anhänger geraten. Der junge Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fall wurde am Mittwoch vor dem Amtsgericht Meppen verhandelt.

Es war kein leichter Fall für das Amtsgericht Meppen. Der Richter sprach von Beginn an von einem tragischen Unfall. Der angeklagte 46-jährige Lkw-Fahrer, dem fahrlässige Tötung vorgeworfen wurde, wollte sich zur Sache äußern. Er bedaure den Unfall sehr, sagte der Meppener. Er sei an dem besagten Morgen des 2. Dezember 2016 gegen 7.30 Uhr mit seinem Lastzug unterwegs gewesen. Kurz hinter der Emsbrücke habe er einen Schlag im Fahrzeug gespürt. Beim Blick in den Rückspiegel sah er dann den umkippenden Anhänger. Versuche, das Gespann wieder unter Kontrolle zu bringen, schlugen fehl. Nachdem er den Lkw zum Stehen gebracht hatte, hätte er zunächst gar nicht realisiert, dass er mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen war. Auf Nachfrage des Staatsanwaltes erklärte der 46-Jährige, nicht mit der Zugmaschine von der Straße abgekommen und mit etwa 60 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen zu sein.

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Gutachten bringt Klarheit

Bei der Vernehmung der Zeugen wurde deutlich, dass die geschilderten Erinnerungen des Lkw-Fahrers nicht ganz korrekt waren. Beide Zeugen erklärten, das Gespann sei plötzlich außer Kontrolle geraten und zwischen Seitenstreifen und Fahrbahn hin und her geschleudert. Der umkippende Anhänger sei daraufhin mit dem Pkw zusammengestoßen. Es war vor allem das Gutachten des Sachverständigen, das Klarheit brachte. Demnach war der Anhänger samt Zugmaschine von der Fahrbahn abgekommen und dann ins Schleudern geraten, wobei der Anhänger auf die Gegenfahrbahn geriet, umkippte und das Auto des 22-Jährigen traf. Weiter wurde klar, dass der Lkw nicht mit Tempo 60 sondern mit mindestens 75 km/h unterwegs war.

Fahrfehler mit tragischem Ausgang

Für den Staatsanwalt war damit die Sache klar und somit der Tatvorwurf der fahrlässigen Tötung gegeben. Er forderte eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 30 Euro. Die Nebenklage, die die Angehörigen des verstorbenen 22-Jährigen vertrat, forderte 150 Tagessätze zu je 30 Euro sowie eine Zahlung von 1500 Euro an die Familie des jungen Mannes. Der Verteidiger des Lkw-Fahrers erklärte, dass es sich um einen Fahrfehler mit tragischem Ausgang handele, für den eine Geldstrafe angemessen sei.

Falsch reagiert

Das Gericht verhängte in seinem Urteil eine Strafe von 140 Tagessätzen zu je 30 Euro. Der 46-Jährige sei zu schnell gefahren. Warum er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren habe, sei nicht zu klären. Trotzdem habe er falsch reagiert, was den tragischen Unfall zur Folge gehabt habe.


Was ist passiert?

Am Morgen des 2. Dezembers 2016 war gegen 7.30 Uhr ein 46-Jähriger mit seinem Lkw, der mit rund 40 Tonnen Kartoffeln beladen war, auf der B402 in Richtung Meppen unterwegs. Kurz hinter der Emsbrücke geriet er mit seinem Gespann nach rechts auf den Grünstreifen. Der Transporter geriet ins Schleudern. Der Fahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Anhänger schaukelte sich derart auf, dass er umkippte. Genau in diesem Moment kam ein 22-Jähriger mit seinem Golf dem unkontrollierbaren Gespann entgegen und kollidierte mit dem Anhänger. Der junge Mann wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

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