Am 7. April 2018 im Theater Erfolgsautor Klaus-Peter Wolf liest in Meppen

Von Carola Alge

Freudentänzchen: Klaus-Peter Wolf und seine Frau Bettina Göschl. Mit „Ostfriesenfluch“ stieg zum sechsten Mal in Folge ein Roman des Autors auf Platz eins in der Spiegelbestsellerliste für Taschenbücher ein. Foto: Malika WolfFreudentänzchen: Klaus-Peter Wolf und seine Frau Bettina Göschl. Mit „Ostfriesenfluch“ stieg zum sechsten Mal in Folge ein Roman des Autors auf Platz eins in der Spiegelbestsellerliste für Taschenbücher ein. Foto: Malika Wolf

Meppen. Alles andere als mit einem Fluch behaftet ist der aktuelle „Ostfriesenkrimi“ von Klaus-Peter Wolf. Im Gegenteil. Mit seinem „Ostfriesenfluch“ stieg zum sechsten Mal in Folge ein Roman des Autors auf Platz eins in der Spiegel-Bestsellerliste für Taschenbücher ein. Daraus liest er am 7. April 2018 im Theater in Meppen.

  • Mit seinen „Ostfriesenkrimis“ trifft Klaus-Peter Wolf den Nerv der Leser
  • Der aktuelle Band stieg auf Platz eins in der Spiegel-Bestsellerliste für Taschenbücher ein
  • 4,5 Millionen Taschenbücher und Hörbücher verkaufte Wolf allein in deutscher Sprache
  • In Meppen liest der Autor aus „Ostfriesenfluch“

Die Begeisterung über diesen Erfolg verhehlt Wolf nicht. „Der literarische Erfolg rauscht wie ein Tsunami durch unser Leben und bringt es ganz schön durcheinander. Ein Termin jagt den nächsten. Zeit für eine Lesung in Meppen nimmt sich der Autor trotzdem. Natürlich wird er im Meppener Theater auch aus seinem aktuellen Bestseller lesen.

Teil einer Kultserie

Er ist Teil einer Kultserie. Einer beachtlichen Serie. „Ich war angetreten, um ein großes Gesellschaftspanorama zu schreiben. Angelegt auf viele Tausend Seiten. Ich dachte, der Kriminalroman ist die richtige literarische Form, um heutzutage Gesellschaft zu erzählen, denn er erfordert eine genaue Milieuskizze und ermöglicht einen Blick in den Abgrund der menschlichen Seele“, erzählt Wolf im Gespräch mit unserer Redaktion.

Krimis verschlungen

Hunderttausende Menschen haben mittlerweile Wolfs Krimis verschlungen. Beste Werbung war stets Mund-zu-Mund-Propaganda. Leser empfahlen Lesern eins der Bücher Wolfs, der zu seinen Vorbildern Simenon, Mankell, Sjöwall Wahlöö und, das gibt er „mit Stolz“ zu, Johannes Mario Simmel zählt.

Immer mehr Fans

4,5 Millionen Taschenbücher und Hörbücher allein in deutscher Sprache verkaufte der in Norden wohnende Autor. „Allen Unkenrufen zum Trotz ist keineswegs der Zenit überschritten, sondern von Buch zu Buch bekommt meine ostfriesische Welt immer mehr Fans“, freut er sich.

Aktuell ist er mit Ehefrau Bettina Göschl mit literarisch-musikalischen Krimiabenden auf Tournee. Überall ist der Platz zu knapp. Das Interesse an den Veranstaltungen ist groß. Menschentrauben stehen vor der Tür. „Viele sind traurig, weil sie nicht mehr reingelassen werden. Einige reisen von weit her an, obwohl sie keine Karten haben, hoffen einfach auf ‚gut Glück‘“.

Bettina Göschl und ihre Komplizen eröffnen jeden der Abende mit Krimisongs, die in die Welt Wolfs Bücher einführen und eine dichte Krimiatmosphäre schaffen. Zahlreiche Songs hat Ulrich Maske geschrieben und komponiert. Er führt auch Regie, wenn der beliebte Autor seine Hörbücher im Studio einliest.

Exklusiver Emslandkrimi

Der Erfolg macht Wolf, der exklusiv für die Meppener und Lingener Tagespost sowie für die Ems-Zeitung den Emslandkrimi „Das Geständnis“ schrieb, glücklich. „Dass ein Schriftsteller in diesem Land so etwas erleben darf, wo doch Buchhandlungen schließen müssen und die gesamte Buchbranche in einer tiefen Krise steckt, ist schon gigantisch. Unfassbar. Ich stehe da staunend vor und versuche, gemeinsam mit meiner Frau, irgendwie mit der Sache fertig zu werden und uns nicht umpusten zu lassen.“

Buch „Ostfriesenfluch“

„Ostfriesenfluch“, der zwölfte Band der Reihe um Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihr Ermittlerteam, stürzt seine Leser in eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Es beginnt gruselig mit einem Täter, der intakte Beziehungen nicht aushält und deswegen Frauen aus Familien entführt. Er stellt keine Forderungen. Die Frauen sind einfach weg. Ein Ehemann denkt, seine Frau sei abgehauen. Der letzte Streit bekommt plötzlich eine ganz andere Dimension. So erzählt dieser Roman viel über die Brüchigkeit von Beziehungen, über geheime Ängste und verdrängte Gefühle.

Immer wieder wechselt die Perspektive. Mal erzählt Wolf aus der Sicht des Täters, dann aus der des Opfers oder der Ermittler.

Fettnäpfchen

Besonders Kommissar Rupert sorgt wie immer für Heiterkeit, weil er in jedes Fettnäpfchen tritt. Rupert hat sich mit der Zeit zur zweiten Hauptfigur entwickelt. Klaus-Peter Wolf sagt selbst zu seiner Art des Erzählens: „Ich nutze das Grauen als Fallhöhe fürs Lachen – und das Lachen als Fallhöhe des Gruselns. Man lacht nämlich sehr viel befreiter, wenn man sich vorher gegruselt hat, und umgekehrt ist es genauso. Man gruselt sich viel mehr, wenn man vorher gelacht hat.“

Die Lesung mit Klaus-Peter Wolf im Theater Meppen am 7. April beginnt um 19.30 Uhr. Karten sind im Freiwilligenzentrum, bei TIM, der Theatergemeinde Meppen sowie in der Buchhandlung Kremer in Haren erhältlich.

Konzert der Ehefrau im Jam

Begleitet bei seinem Besuch in Meppen wird Wolf von seiner Frau Bettina Göschl. Die Liedermacherin gibt einen Tag nach der Lesung, am 8. April 2018, 11 Uhr, im Rahmen der Reihe „Sonntagsmusik“ im Jam ein Konzert.

Das Buch „Ostfriesenfluch“ kostet 10,99 Euro und ist als Originalausgabe im Fischer Taschenbuchverlag (Frankfurt) erschienen. Das gleichnamige Hörbuch, gesprochen vom Autoren, gibt es im Goyalit Verlag (Hamburg).