„Menschenrechte statt Rüstungsexporte“ Verein Humanity and Culture informiert auf Meppener Wochenmarkt

Von Jana Tenbergen

Auf dem Meppener Wochenmarkt informierte der Verein Humanity and Culture e.V über Deutschlands Waffenexporte in Krisengebiete. Foto: Jana TenbergenAuf dem Meppener Wochenmarkt informierte der Verein Humanity and Culture e.V über Deutschlands Waffenexporte in Krisengebiete. Foto: Jana Tenbergen

Meppen. Für Deutschlands Waffen- und Rüstungsexporte in Krisengebiete hat der Verein Humanity and Culture Besucher auf dem Meppener Wochenmarkt sensibilisiert. An einem Infostand klärte der Verein die Marktbesucher über die daraus resultierenden Folgen auf.

Der Verein wollte mit seinem Informationsstand und erschreckenden Bildern aus Kriegsgebieten, die von Deutschland mit Waffen beliefert werden, Bewusstsein für die Rüstungsindustrie wecken. (Weiterlesen: Humanity and Culture geht gegen Rechte Aufkleber und Nazi-Schriftzüge in Meppen vor)

Unterschriftensammlung gegen Rüstungsexporte

Grund für die Aktion war allerdings nicht nur die bloße Aufklärung über die Ausmaße der deutschen Waffenlieferungen, sondern auch eine Unterschriftensammlung, mit der die Chancen auf ein Ende der Rüstungsexporte gesteigert werden sollen. Im Fokus des Projekts stehen vor allem die beiden Krisengebiete Afrin und der Jemen, in welchen laut dem Verein humanitäre Hilfe ein bedeutenderer Schritt in Richtung Frieden wäre, als weiterhin exportierte Rüstungsgüter zu erhalten.

Kooperation mit terre des hommes

Der Verein machte darauf aufmerksam, wie groß der rechtliche Spielraum für den Export von Kleinwaffen, Panzern und Kriegsschiffen tatsächlich sei, welche gesetzlichen Grauzonen es gebe und wie dieser Wirtschaftszweig oft ohne Rücksicht auf die Menschenrechte ausgenutzt werde. (Weiterlesen: Weltweiter Waffenhandel vor erneutem Aufschwung)

Humanity and Culture e.V kooperiert bei ihrem Projekt mit dem internationalen Kinderhilfswerk „terre des hommes“ aus Osnabrück, das sich unter anderem auch gegen Gewalt, Kindersoldaten und Krieg einsetzt. Unter der zentralen Forderung „Menschenrechte statt Rüstungsexporte“ ruft der Verein die Menschen dazu auf, die deutschen Waffenexporte nicht einfach hinzunehmen, sondern kritisch zu hinterfragen.