18. Forum emsländischer Landwirte Landwirtschaft in bewegten Zeiten

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mehrere 100 Gäste folgen Jahr für Jahr den Vorträgen des Landwirteforums, so wie hier im Jahr 2016.Mehrere 100 Gäste folgen Jahr für Jahr den Vorträgen des Landwirteforums, so wie hier im Jahr 2016.

Meppen. Bereits zum 18. Mal veranstalten Landwirtschaftskammer, Volksbanken und Beratungsgemeinschaften am Freitag, dem 16. Februar das Forum emsländischer Landwirte. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen, vor denen die Branche steht: Ökologisierung, Marktdruck und Effizienzsteigerung, also Unternehmensentwicklung und -führung in bewegten Zeiten.

Gesättigte Märkte, kritische Verbraucher, getriebene Politiker, verunsicherte Landwirte: das wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und rechtliche Umfeld für die emsländische Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die Rahmenbedingungen der letzten Jahrzehnte, die zu der bemerkenswert positiven Entwicklung der emsländischen Landwirtschaft beigetragen hätten, seien heute so nicht mehr gültig, heißt es in einer Pressemitteilung zu der Veranstaltung.

Der Faktor Boden wird demnach immer knapper und teurer in der Region. Der technische Fortschritt verlangsame sich und werde sogar teilweise von der Politik „zurück verordnet“. Das Betriebsgrößenwachstum erfordere mehr und mehr familienfremde Arbeitskräfte. Dokumentations- und Meldevorschriften binden zunehmend Arbeitskapazitäten.

Auf manchen Höfen verschärfen demnach immer komplexere Unternehmensstrukturen die Situation. Die Anforderungen an den landwirtschaftlichen Unternehmer haben bereits deutlich zugenommen und werden weiter steigen, wenn es darum geht, rechtssicher zu arbeiten, die vorhandenen Einkommenspotenziale zu realisieren, den verbleibenden technischen Fortschritt zu nutzen oder ganz allgemein wettbewerbsfähig zu bleiben.

Deshalb müssten bisherige Verhaltensweisen und vertraute Gewohnheiten auf den Prüfstand gestellt und in vielen Bereichen auch verändert und angepasst werden. „Das diesjährige Forum will dazu Hinweise und Anregungen geben“, sagt Arnold Krämer, Leiter der Bezirksstelle Emsland der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Er hat das Forum jahrelang gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken im nördlichen Emsland sowie den Beratungsgemeinschaften der Altkreise Meppen und Aschendorf-Hümmling zu einer festen Institution im Landwirtschaftsjahr gemacht und wird in diesem Jahr auch selbst zu den Rednern gehören.

Krämer berichtet zum Thema „Markt (Politik), Betrieb, Mensch – Wo liegen die Herausforderungen für die emsländische Landwirtschaft?“. Zweiter Vortragender ist Professor Friedhelm Traube von der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Er fragt: „Ökologische Intensivierung – Was muss und kann die Landwirtschaft bis 2030 besser machen als heute?“. Den Abschluss gestaltet Professor Hubert Korte von der Hochschule Osnabrück mit seinem Vortrag „Mit weniger mehr erreichen – Effizienz steigern durch Informationstechnologie und landtechnischen Fortschritt“. Grußworte halten Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, sowie Frank Thiel, Vorstandsvorsitzender der Emsländischen Volksbank e.G.

Das Forum beginnt am Freitag, dem 16. Februar um 9.30 Uhr im Emslandsaal Kamp in Meppen und endet mit einem Imbiss.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN