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12.02.2018, 11:55 Uhr KOMMENTAR

Unfallprävention auf berührende Weise in Meppen

Kommentar von Carola Alge

Das Projekt  „Abgefahren – wie krass ist das denn“ berührt – nicht nur visuell. Foto: Heiner HarnackDas Projekt „Abgefahren – wie krass ist das denn“ berührt – nicht nur visuell. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Manchmal müssen einem Dinge sehr krass vor Augen geführt werden, um etwas zu bewirken. Das Projekt „Abgefahren – wie krass ist das denn“ tut das, will wachrütteln. Es ist Unfallprävention auf etwas andere Weise. Ein Kommentar.

Es ist Prävention, die unter die Haut geht. So auch in Meppen, wo nicht nur Einsatzhelfer dramatische Erlebnisse schilderten, sondern auch ein Unfallopfer, das in einem Taxibus schwer verletzt wurde. Dieser junge Mann, aber auch verschiedene Foto- und Filmsequenzen führten den Meppener Gymnasiasten sehr krass vor Augen, wie schnell das Leben anderer gefährdet oder gar ausgelöscht werden kann, wenn man sich im Straßenverkehr nicht an die Regeln hält. Die Schilderungen brennen sich in die Köpfe der Besucher, machen betroffen, sprechen bewusst die emotionale Ebene an.

Und ändern hoffentlich etwas. Raserei, Drogen und Alkohol am Steuer, Nicht-Anschnallen – was daraus an Gefahren im Verkehr erwachsen kann, ist jedem bekannt und wird dennoch vielfach einfach ignoriert. Die jungen Leute erleben durch „Abgefahren“ drastisch, welch verheerende Folgen (ihre) Fehler und leichtsinniges Verhalten im Straßenverkehr haben können. Zwischen 2012 und 2017 verloren allein in den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland 44 junge Fahranfänger ihr Leben. 44 zu viel.


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