1000 Euro Strafe für Landwirt aus Haselünne Schwein mit zu viel Antibiotika im Blut bei Schlachthof abgeliefert

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ein Landwirt aus Haselünne musste sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht Meppen verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, ein Schwein mit deutlich überhöhten Medikamentenwerten im Blut bei einem Schlachtbetrieb angeliefert zu haben.Symbolfoto: Carsten Rehder/dpaEin Landwirt aus Haselünne musste sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht Meppen verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, ein Schwein mit deutlich überhöhten Medikamentenwerten im Blut bei einem Schlachtbetrieb angeliefert zu haben.Symbolfoto: Carsten Rehder/dpa

Meppen. Ein Landwirt aus Haselünne musste sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht Meppen verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, ein Schwein mit deutlich überhöhten Medikamentenwerten im Blut bei einem Schlachtbetrieb angeliefert zu haben.

Dass Medikamente wie Antibiotika in der Tiermast eingesetzt werden, ist nichts Neues. Für den Einsatz gibt klare Richtlinien und Vorschriften vom Gesetzgeber. Gegen diese Auflagen hatte der Haselünner Landwirt verstoßen. Bei einer Anlieferung beim Schlachthof im Juli 2017 hatte sich ein Schwein auffällig gezeigt und wurde deshalb vom zuständigen Tierarzt genauer unter die Lupe genommen. In den Dokumenten zu dem Tier fanden sich aber keine Hinweise auf eine Krankheit noch auf eine erfolgte Behandlung mit Antibiotika. Nach einer Blutuntersuchung wurden die Medikamente Enrofloxacin und Amoxicillin in hoher Konzentration festgestellt.

Keine Erklärung

Der Landwirt war sichtlich nervös, als der Richter ihn verhörte. Er führe seinen Betrieb ernsthaft und hätte sich bislang nichts zuschulden kommen lassen. „Mir ist es rätselhaft, wie es dazu kommen konnte“, sagte er. „Wir dokumentieren alles ganz genau, was mit unseren Tieren passiert.“ Besonders wenn Schweine krank seien, würde sie gekennzeichnet und stünden besonders unter Beobachtung. Regelmäßige Besuche des Tierarztes seien selbstverständlich.

Schwerwiegender Fehler

Spezialisiert hat sich der Haselünner Betrieb auf die Zucht von Jungsauen. Insgesamt habe man Kapazitäten für über 6000 Schweine, darunter auch Eber und Ferkel, erklärte der Landwirt. Schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen könnte man sich so einen Vorfall nicht leisten. In diesem Fall handele es sich um einen einzelnen schwerwiegenden Fehler.

1000 Euro an den Kinderschutzbund

Der Richter glaubte den Ausführungen des Haselünners. Da der Betrieb bislang nicht aktenkundig geworden war und der Landwirt keine Vorstrafen hatte, wurde ihm das Angebot gemacht, gegen Zahlung von 1000 Euro an den Kinderschutzbund das Verfahren gegen ihn einzustellen. Damit war der Landwirt einverstanden und der Fall für das Gericht abgeschlossen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN