Rullerkes auch in die USA Rekordergebnis bei Neujahrskuchenaktion des Krebsfonds

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die letzten Neujahrskuchen halten Anke Bümmer (v.l.), Anita Schepergerdes und Annelene Ewers in ihren Händen. Fast 70.000 hatten sie verkauft. Foto: EngelkenDie letzten Neujahrskuchen halten Anke Bümmer (v.l.), Anita Schepergerdes und Annelene Ewers in ihren Händen. Fast 70.000 hatten sie verkauft. Foto: Engelken

Meppen. Mit einem Rekordergebnis ist die Neujahrskuchenaktion zugunsten des Krebsfonds beendet worden. Weit über 16.000 Euro Reinerlös nahmen die Mitglieder des Meppener Vereins ein.

Zur guten Tradition geworden ist in Meppen die Aktion Neujahrskuchenverkauf. Um Finanzmittel für den Krebsfonds des Ludmillenstiftes Meppen zu sammeln, backen etliche Unterstützer gemeinsam oder allein Tausende der leckeren Neujahrshörnchen. Seit zehn Jahren läuft die Aktion, aus einer kleinen Idee ist mittlerweile eine Institution geworden.

„Von Jahr zu Jahr unterstützen immer mehr Aktive die Backaktion, um damit Menschen aus unserer Region in der Not zu helfen“, erzählt Annelene Ewers. Sie ist Vorsitzende des Krebsfonds. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, bedürftigen krebserkrankten Menschen und ihren Familien finanzielle Unterstützung zu geben. Doch nicht nur die materielle Hilfe ist dabei wichtig. Die Mitglieder möchten ebenso Hoffnung geben und den Lebensmut der Betroffenen in schweren Zeiten stärken.

500 Bäckerinnen und Bäcker

Ewers hatte auch deshalb mit weiteren Vereinskolleginnen einst die Aktion ins Leben gerufen. Heute blickt sie auf immense Zahlen: „Gut 500 Bäckerinnen und Bäcker, darunter viele zum ersten Mal, haben geholfen und die Eisen zum Glühen gebracht“, erzählt die Hemsenerin. Bei ihr Zuhause und an vielen Orten hatten sich Ehrenamtliche zusammengefunden und in vergnügter Runde gebacken. Insgesamt 69.600 „Rullerkes“ wurden so erzeugt und in 2320 luftdicht verpackten Eimerchen verkauft. „Rekordzahlen“, wie auch Anita Schepergerdes vom Krebsfonds bestätigt. 385 Kilogramm Kandis und Mehl, 1590 Eier sowie 178 Kilogramm Butter wurden unter anderem dazu benötigt.

Eine Vielzahl an Firmen und Privatpersonen hatte diese Produkte gespendet, einige neue Backeisen hatte es im Vorfeld gegeben. Sogar die aufgeklebten Etiketten an jedem Eimerchen, auf denen die Zutaten standen, wurden kostenlos erstellt. „Wir sind Andreas Steffens von der Werbeagentur Mediabase dankbar für die Unterstützung“, danke Schepergerdes dem Harener ebenso wie die vielen weiteren Firmen und Privatpersonen, die durch ihre Hilfe den hohen Ertrag erst möglich machten.

Dank für Hilfen

Genau zusammengekommen war ein Betrag von 16.240 Euro, gut 2000 mehr als im Vorjahr. Beim Kiosk in Apeldorn und im Hofladen Brümmer in Meppen wurde die süße Ware verkauft. „Viele Menschen kauften gleich mehrere Eimer und verschickten sie an Freunde und Verwandte“, erzählt Anita Brümmer vom gleichnamigen Hofladen. In einem Fall seien sogar Eimerchen gut verpackt bis in die USA verschickt worden. „Auch Firmen haben gleich größere Mengen für Mitarbeiter und Geschäftspartner geordert“, begründet sie den hohen Absatz. Viele Kunden hätten auch nicht die Zeit, selbst Neujahrskuchen zu backen. Deshalb würden sie sich freuen, das traditionelle Gebäck zum Jahreswechsel kaufen zu können und damit auch etwas Gutes zu tun, erzählt sie.

Alltagslotsen

Verwendet wird das Geld unter anderem für das Projekt „Alltagslotsen“ innerhalb des Krebsfonds. „Nach einer Krebstherapie zurück in den Alltag zu finden, bedeutet für viele eine große Herausforderung, manchmal eine zu große. Im Rahmen des Projektes bieten wir Betroffenen Beratung und Begleitung beim Weg zurück in den Alltag“, sagt Ewers. Eine Alltagslotsin sei eigens dafür eingestellt, eine Hälfte der Kosten übernehme der Krebsfonds, die andere Hälfte das Ludmillenstift. Die Idee kommt aus England, wo die Begleitung nach der Therapie in den Alltag ein übliches Verfahren ist, in Deutschland ist das Projekt jedoch bisher einmalig.

Der Bedarf ist da, wie die Mitglieder des Krebsfonds erkannt haben. Sogar über eine zweite Mitarbeiterin wird nachgedacht. Doch das kostet. Deshalb hoffen Ewers und ihre Mitstreiter sowohl auf Unterstützung vonseiten der Krankenkassen als auch auf weitere Helfer und Mitstreiter. „Sie können sich sicher sein, alles Geld kommt vielen Menschen in unserer Region zugute“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN