Glaubenstag in St. Vitus Bokeloh Senioren diskutieren zum Thema Glaube und Alter

Von Stefanie Müller

Zum „Glaubenstag der Senioren“ versammelten sich ehrenamtliche Helferinnen mit Pastor Günter Wessendorf (vorne). Foto: Stefanie MüllerZum „Glaubenstag der Senioren“ versammelten sich ehrenamtliche Helferinnen mit Pastor Günter Wessendorf (vorne). Foto: Stefanie Müller

Meppen. Annähernd150 Senioren der katholischen Pfarreiengemeinschaft Meppen-Ost sind am Donnerstag der Einladung der St. Vitus Gemeinde Bokeloh zum „Glaubenstag der Senioren“ gefolgt. Sie diskutieren zum Thema Glaube und Alter.

Im Pfarrheim Bokeloh diskutierten die Gäste aus Apeldorn, Hemsen, Meppen und Bokeloh das Thema Glaube und Alter. Damit unterstützten sie auch das Zusammenwachsen der einzelnen Gemeinden.

„Wir sind überrascht über die hohe Beteiligung und freuen uns, dass alle vier Gemeinden vertreten sind“, sagte Pastor Günter Wessendorf. Gemeinschaft sei das Stichwort: „Du, ich geh einfach auf dich zu!“, sang der Frauenchor Bokeloh zum Einstieg.

Gemeinden vernetzen sich

Wie wichtig die Gemeinschaft für die Senioren ist, wird im Gespräch der Senioren an der kaffeetafel deutlich – und das nicht nur für jeden Einzelnen. „Am Glaubenstag vernetzen sich nicht nur einzelne Menschen, auch die Gemeinden gehen aufeinander zu“, erklärt Petra Kleene, Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Meppen-Ost.

Das Zusammenwachsen einzelner Gemeinden wird laut Kleene immer wichtiger. „Die Gemeindearbeit wird weniger und die Distanz zum Glauben größer. Wir müssen in größeren Gemeinden denken, um die Kirche lebendig zu halten“, sagte Kleene.

Laien übernehmen Leitung

Die Gemeinden St. Antonius Apeldorn, St. Marien Hemsen, St. Paulus Meppen und St. Vitus Bokeloh sind seit dem Jahr 2009 eine Pfarreiengemeinschaft. Vor 2009 hatte jede Gemeinde einen eigenen Pastor, heute ist ein Pfarr-Team für alle vier Gemeinden zuständig. „In der Praxis heißt das, es gibt ein gemeinsames Konzept, beispielsweise für die Erstkommunion. Die Umsetzung geschieht aber in jeder Gemeinde individuell“, erklärt Kleene.

Um dem Wandel in der Kirche gerecht zu werden, setzt das Bistum Osnabrück auf die „Kirche der Beteiligung“. Laien werden nach diesem Modell mehr in die Leitung von Gemeinden eingebunden.