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02.02.2018, 16:40 Uhr KOMMENTAR

Am Ende bleibt die Ungewissheit

Kommentar von Konstantin Stumpe

Jedes neue SPD-Mitglied erhält ein Parteibuch Foto: Michael Kappeler/dpaJedes neue SPD-Mitglied erhält ein Parteibuch Foto: Michael Kappeler/dpa

Meppen. Egal, wie das Ergebnis der Mitgliederbefragung ausfallen wird. Nach der Auszählung muss sich die SPD auf jeden Fall zusammenraffen und an einem Strang ziehen. Das zeigt auch die Aussage von Andrea Kötter, Kreisvorsitzende der SPD Emsland. Ein Kommentar.

Die aktuelle Welle an Neueintritten in die Partei mag zwar bei einer Gesamtmitgliederzahl von über 440.000 nur ein Tröpfchen auf dem heißen Stein sein, bei der undurchsichtigen Gemengelage könnten sich diese Stimmen aber als Zünglein an der Waage herausstellen. Denn anders als bei dem ersten Mitgliedervotum über eine GroKo im Dezember 2013 scheint es nicht so sicher, dass sich die Basis wieder geschlossen hinter die Meinung der Parteispitze stellt – damals hatten 75 Prozent der Mitglieder für die GroKo gestimmt. Grund dafür könnte das Hin-und Her – erst Ja, dann Nein – von Martin Schulz sein.

Sollte das Ergebnis erwartet knapp ausfallen, bleibt am Ende die Ungewissheit: Sind sich die Partei und ihre Mitglieder in ihren Zielen einig und falls nein, wie kann man die Parteispitze ihre Basis wieder vereinen?

Das erklärte Ziel der Partei sollte jedoch sein, ihre Mitglieder für eine GroKo zu begeistern. Denn laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer sackt die SPD in den Umfragen auf 19 Prozent ab. Ein Entscheid gegen die Koalition hätte womöglich Neuwahlen zur Folge, die der SPD noch mehr schaden würden als der erneute Eintritt in die GroKo.


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