Reise in die Welt der Wissenschaft Großer MINT-Tag am Gymnasium Marianum Meppen

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Naturwissenschaften standen am Marianum jetzt im Mittelpunkt. Das Foto zeigt Schüler während des Workshops „Lebensmitteldetektive“. Foto: Gymnasium MarianumNaturwissenschaften standen am Marianum jetzt im Mittelpunkt. Das Foto zeigt Schüler während des Workshops „Lebensmitteldetektive“. Foto: Gymnasium Marianum

Meppen. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik – „MINT“ abgekürzt: am Gymnasium Marianum in Meppen hat ein eigener Tag nur für diese Fächer den Schülern interessante und vertiefende Einblicke ermöglicht.

So drehte sich einer Pressemitteilung zufolge beispielsweise im Workshop „Die Welt der Kunststoffe“ im neuen wissenschaftlichen Gebäude der Schule alles um besondere Arten von Kunststoffen, die im Alltag immer stärkere Bedeutung finden. Die Schüler extrahierten sogenannte Superabsorberfeststoffe aus Babywindeln und ermittelten experimentell ihr Quellverhalten in destilliertem Wasser sowie in einer konzentrierten Kochsalzlösung. Superabsorber sind wahre Quellwunder und in der Lage, das 200-fache ihrer eigenen Masse an Wasser aufzunehmen. Das Ergebnis: Markenwindeln schaffen mehr.

Einen Blick in den Sternenhimmel über Virtual-Reality-Brillen ermöglichte das Planetariumsprojekt. Auf ihrem digitalen Spaziergang durch das Weltall erkundeten die Schüler Sternbilder, Planeten und weit entfernte Galaxien. Ziel: Orientierung bei Nacht auch ohne GPS-Ortung – nur mithilfe der Mondbahn, der Planeten und der Sternbilder.

Ampel programmiert

Neben weiteren Angeboten wie den „Lebensmitteldetektiven“, einem Forensik-Workshop oder der Möglichkeit, eine eigene Ampel zu programmieren, war einer der Höhepunkte des MINT-Tages der Besuch des Neurologen Andreas Wellmer am Marianum. Wellmer ist Chefarzt der Neurologie am Meppener Ludmillenstift und nahm die angehenden Abiturienten mit auf eine faszinierende Reise in die Welt der Neurobiologie. Für ihn ist die steigende Häufigkeit einiger Erkrankungen des Nervensystems wie z. B. Multiple Sklerose oder Alzheimer auch eine Folge veränderter Lebensbedingungen: „Unser Immunsystem wird nicht mehr so geschult wie früher, als wir noch im Dreck gespielt haben. Dadurch kann es zu Fehlreaktionen kommen“, sagte er.

Zur Gestaltung des „MINT-Tages“ gehörte auch eine Clustersitzung des MINT-EC-Netzwerks zum Thema „Medizinphysik“. Die MINT -EC-Themencluster sind Arbeitsgruppen von Lehrkräften zertifizierter MINT-EC-Schulen, die über mehrere Jahre zu übergeordneten Themen zusammenarbeiten. Stets aktuelle Impulse aus der Forschung sollen dabei sicherstellen, einen lebendigen und praxisnahen MINT-Unterricht zu gestalten. Dazu entwickeln die Teilnehmenden Unterrichtskonzepte und konzipieren Maßnahmen zur qualitativen Schulentwicklung.

Die Schirmherrschaft für das Medizincluster am Marianum übernahm die gemeinnützige Siemens-Stiftung, die fachliche Betreuung gewährleistete federführend die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik.


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