FDP-Politiker zu Gast im Ausschuss IHK im Emsland fordert schnelle Regierungsbildung

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Sprachen über die aktuellen Herausforderungen für die Region und die Bundespolitik: Gastgeber Dr. Gerhard Knoll, Bundestagsabgeordneter Jens Beeck (FDP) und Ausschussvorsitzender Ulrich Boll. Foto: IHKSprachen über die aktuellen Herausforderungen für die Region und die Bundespolitik: Gastgeber Dr. Gerhard Knoll, Bundestagsabgeordneter Jens Beeck (FDP) und Ausschussvorsitzender Ulrich Boll. Foto: IHK

Haren. Der IHK-Regionalausschuss Landkreis Emsland hat die Bundespolitik aufgefordert, nun endlich eine Regierung zu bilden und Digitalisierung und den Ausbau der Infrastruktur voranzubringen.

Das erklärte Ulrich Boll, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses, zum Auftakt der aktuellen Sitzung des Ausschusses bei der Knoll GmbH & Co. KG in Haren.Zu Gast war dabei der Lingener Bundestagsabgeordnete Jens Beeck (FDP). Mit ihm diskutierten die Ausschussmitglieder über die aktuelle Situation in Berlin und die politischen Schwerpunkte in der Bundespolitik.

In seinem Statement zu Beginn der Diskussion betonte er einer Pressemitteilung der IHK zufolge, die Auswirkungen der Digitalisierung auf alle Lebensbereiche. „Die Digitalisierung bietet große Chancen. Um sie nutzen zu können, muss die Politik aber schnell handeln. Unser Anspruch muss sein, ein Vorbild in Europa bei der Nutzung dieser Chancen zu sein. Das bedeutet konkret, den beschleunigten Breitbandausbau, aber auch die Digitalisierung von Verwaltung und Politik, voranzutreiben. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen den digitalen Herausforderungen angepasst werden, etwa in der Arbeitswelt.“

In der anschließenden Diskussion mit den Ausschussmitgliedern wurde demnach die Notwendigkeit einer baldigen Regierungsbildung klar formuliert. Die Konjunktur stehe unter Volldampf. Die Politik müsse aber die aktuellen Herausforderungen zügig angehen, sonst drohe der Verlust von Wettbewerbsfähigkeit. Es bestehe zum Beispiel Handlungsbedarf bei der Entbürokratisierung des komplexen Planungs- und Vergaberechts. Zudem fehlten Kapazitäten in den Planungsabteilungen, für die zusätzliche Haushaltsmittel erforderlich seien. Für die Region wichtige Projekte wie der Ausbau der E 233 würden dadurch verlangsamt, so lautete der Mitteilung zufolge einhellige Meinung.

Im Rahmen einer Führung präsentierte Inhaber Gerhard Knoll sein im Jahr 1958 gegründete Unternehmen. Das Bauunternehmen ist mit über 300 Mitarbeitern vor allem für Gewerbekunden aus den Bereichen Energie, Petrochemie und Chemie tätig. Im Jahr 2014 wurde das bisherige Leistungsangebot um den Bereich Schlüsselfertigbau ausgeweitet. Knoll betonte die Schwierigkeiten der Bauwirtschaft, offene Ausbildungsplätze zu besetzen. Dem Fachkräftemangel würde man durch ein breites Angebot für die Mitarbeiter, Werbung in den sozialen Medien und Gütesiegeln begegnen. So wurde das Unternehmen zuletzt als IHK-TOP-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet.


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