Unter Drogeneinfluss im Graben gelandet Amtsgericht Meppen verurteilt Unfallverursacher zu Geldstrafe

Von Manfred Bottmeyer

Das Meppener Amtsgericht hat einen 28-jährigen Nordhorner zu einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro verurteilt. Symbolfoto: dpaDas Meppener Amtsgericht hat einen 28-jährigen Nordhorner zu einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro verurteilt. Symbolfoto: dpa

Meppen. Weil er ohne Führerschein am Steuer saß und unter Drogeneinfluss einen Verkehrsunfall verursachte, ist ein 28-jähriger Mann aus Nordhorn vom Meppener Amtsgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro verurteilt worden.

Am späten Abend des 21. Juli 2017 befuhr der Nordhorner den Wietmarscher Damm in Geeste. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und landete im Straßengraben. Bei dem Unfall trug er keine Verletzungen davon. Bei der polizeilichen Unfallaufnahme wurde der Fahrer positiv auf vorherigen Drogenkonsum getestet; zudem war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis . Für beide Vergehen musste er sich am Dienstag vor dem Amtsgericht Meppen verantworten.

Der Angeklagte zeigte sich von Beginn an reumütig und geständig. Er habe am Nachmittag einen Joint geraucht und sich am späten Abend wieder für fahrtüchtig gehalten. An den Unfallhergang könne er sich nur eingeschränkt erinnern. Der Ablauf sei ihm nur wie in Zeitlupe bewusst geworden.

Mehrfach vorbestraft

Der Richter ging auf insgesamt vier frühere Verurteilungen wegen Drogenbesitzes und in einem Fall auch Drogenhandels ein. Der Angeklagte führte aus, zum Zeitpunkt dieser Vergehen habe er noch in Bochum gewohnt, sei danach aber in die Grafschaft Bentheim gezogen, um hier diesen Kreislauf durchbrechen zu können.

Auch habe er eine Arbeit in Haren angenommen. Für den täglichen Weg dorthin habe er ein Auto benötigt; dieses habe er beschafft und genutzt, obwohl er seit fünf Jahren keinen Führerschein mehr habe. Seit dem Unfall hat der Angeklagte nach eigenen Worten keine Betäubungsmittel mehr konsumiert. Er sei auch bereit, dieses durch einen Test überprüfen zu lassen.

Führerschein gesperrt

Aufgrund des umfassenden Geständnisses verzichtete das Gericht auf die Vernehmung der Zeugen. Die Staatsanwältin forderte unter Berücksichtigung des konstruktiven Verhaltens für den Angeklagten eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu 50 Euro und eine Sperrfrist zur Wiedererlangung der Führerschein von zwei Jahren.

Diese Sperrfrist reduzierte der Richter in seinem abschließenden Urteil auf 18 Monate. Es blieb jedoch bei der Geldstrafe von 4000 Euro.