Mehr Licht für den Tunnel Stadt Meppen stellt Konzept für Bahnunterführung vor

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. Der Fußgänger- und Radfahrertunnel von der Bahnhofstraße zur Haselünner Straße hat Renovierungsbedarf, jetzt hat die Stadt Meppen dazu ein Konzept vorgestellt.

Als Hauptproblem wurde die schlechte Ausleuchtung der beiden Tunnel, der Treppen und Rampen erkannt. Neben Vandalismusschäden gibt es auch Problemstellen der Pflasterung, des Mauerwerks, der Treppenstufen, außerdem ist ein neuer Anstrich der der Putz- und Betonflächen nötig. „Die Unterführung ist in die Jahre gekommen“, lautete die Kurzbeschreibung durch Volker Arents vom Fachbereich Tiefbau in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses. 17 Bausteine der Modernisierung hat die Verwaltung im Dezember letzten Jahres vorgestellt, jetzt beginnt für den Stadtrat die Entscheidungsphase, wie das Projekt im Einzelnen ausgestaltet werden soll.

Der Rat hat die Wahl zwischen drei Beleuchtungskonzepten, angefangen von einer einfachen, Vandalismusresistenten Variante über eine Variante mit einem Lichtleitsystem für die Radfahrer und Fußgänger bis hin zu einer künstlerischen Lichtinszenierung mit Farbwechsel. Arents erklärte, wie schon mit der einfachen Variante eine beträchtliche Verbesserung erzielt werden kann, die heutigen DIN-Vorschriften entspricht. Mit neuen Anbauleuchten in LED-Technik könne man bei Auswahl einer wärmeren Lichtfarbe die Ausleuchtung gleichmäßiger gestalten. Lichtbänder im Pflaster und den Geländern könnten eine zusätzliche Verbesserung sein.

Arents empfahl eine Überdachung der Treppen. Damit könne man besser einer Rutschgefahr bei Regen, Eis und Schnee vorbeugen. Der Aufwand für das Streuen und Schneeräumen im Winter werde deutlich geringer und die Schäden durch Streusalz an Mauerwerk und Treppenstufen blieben aus. Zu den weiteren Vorschlägen gehört, mehr Fahrradständer zu schaffen, weil diese fast stets überbelegt sind. Ein Wegeleitsystem könne Unfälle verhindern helfen. Die Verwaltung erwartet Kosten in Höhe von rund 600.000 Euro, wenn sich der Stadtrat aber für teureren Varianten der Erneuerungsbausteine entscheidet, können es auch fast 800.000 Euro werden.

Die Diskussion

Bernd Kaiser (SPD) sprach sich für eine Überdachung der Treppen und Lichtbänder aus. „Hell und Zweckmäßig“ wünscht sich Hubert Höning (UWG) die Gestaltung. Sorge bereitet ihm der Vandalismus. Er schlug eine Kameraüberwachung vor. Bürgermeister Helmut Knurbein machte auf strenge rechtliche Grenze für solch ein Vorhaben aufmerksam. Diese Vorgaben werden im Fall der Unterführung wohl kaum erfüllt, meint er.

Eine künstlerische Gestaltung der Wandnischen brachte Jutta Oestreicher (Bürger für Meppen-FDP-Fraktion) ins Gespräch. Arents wies sagte, dass diese Bereiche frei gestaltbar seien. Dieter Müller, Verwaltungsvorstand Stadtplanung, erinnerte an die von Kindern gestalteten Wandtafeln hin, die seit gut 25 Jahren die Unterführung zieren. Die Möglichkeit einer Neugestaltung sei gegeben.

Carsten Keetz (Bündnis 90/Die Grünen) forderte eine Überdachung der Fahrradständer, auch weil Pendler, die mit dem Zug fahren ihre Räder hier für längere Zeit abstellen. Der Behindertenbeauftragte der Stadt Meppen, Walter Teckert,, sprach sich für eine Überwachung der Unterführung aus. Das Bauwerk werde durch die Renovierung zwar nicht barrierefrei, aber es seien dennoch Fortschritte in diese Richtung zu erzielen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN