Landkreis widerspricht Vorwürfen 13-jährige Meppenerin lebt jetzt beim Vater, nicht mehr bei der Mutter

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Das Jugendamt hatte die Inobhutnahme für gut geheißen. Foto: dpaDas Jugendamt hatte die Inobhutnahme für gut geheißen. Foto: dpa

Meppen. Das 13-jährige Meppener Mädchen, das auf Anweisung des Jugendamtes zwei Monate in einer Jugendhilfeeinrichtung zur Inobhutnahme untergebracht war, wohnt zurzeit nicht bei der Mutter, sondern bei dem Vater.

Der leibliche Vater bestätigte dies am Mittwoch in einem Telefonat auch der Redaktion. Der Landkreis Emsland schreibt dazu in einer Pressemitteilung: „Nach Aussage des Vaters entsprechen die im Artikel gemachten Angaben nicht der Wahrheit.“

Tatsächlich hatte die Mutter unserer Redaktion noch erklärt, dass Kind sei froh bei ihr zuhause zu sein. Die Eltern leben jedoch nicht zusammen.

Bekannte Vorgeschichte

Darüber hinaus betont der Landkreis, dass die Inobhutnahme auf ausdrücklichen Wunsch des Kindes geschah und das Jugendamt des Landkreises - auch aufgrund der seit Längerem bekannten Vorgeschichte – verpflichtet gewesen sei, diesem Wunsch nachzukommen. „Es kann nicht sein, dass wir ins Unrecht gesetzt werden, weil wir handeln“, sagt Landrat Reinhard Winter. Zur Vorgeschichte: Wie wir berichteten nahm der Landkreis Emsland die 13-jährige Schülerin des Windthorst-Gymnasiums am 13. November 2017 als „Schutzmaßnahme“ aus der Familie.

Kontakt nicht erwünscht

Das Kind sei für zwei Monate in der Jugendhilfeeinrichtung geblieben. Sowohl der Mutter als auch dem Kind sei es möglich gewesen, Kontakt aufzunehmen. „Beide verweigerten aber jedwede Kontaktaufnahme zueinander“, so der Kreis. Es hätten keine persönlichen Begegnungen stattgefunden.

„Die Mutter nahm zudem keinen Kontakt zu den Mitarbeitern der Einrichtung auf, um sich nach ihrem Kind zu erkundigen“, sagt die Kreisverwaltung. Vermittlungsbemühungen des Jugendamtes sowie der Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung seien erfolglos geblieben. „Die Mutter zeigte insgesamt wenig Kooperationsbereitschaft und Interesse an ihrem Kind“, so der Landkreis in seiner Pressemitteilung.

Von der Mutter zum Vater

In der Nacht vom 11. auf den 12. Januar habe das Kind entschieden, in den Haushalt der Mutter zurückzukehren, wo sie sich zunächst auch aufhielt. „Bereits am 13. Januar siedelte das Kind dann jedoch zu ihrem Vater über, der außerhalb des Landkreises Emsland lebt.“ Dort besuche das Kind bereits eine Schule.


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