Korden will keine Sonderwelt Meppen: Vitus muss zwei Krippen übernehmen

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Auf der Freifläche am Sophienplatz in Meppen soll eine Kindertagesstätte mit fünf Krippengruppen gebaut werden. Foto: Manfred FickersAuf der Freifläche am Sophienplatz in Meppen soll eine Kindertagesstätte mit fünf Krippengruppen gebaut werden. Foto: Manfred Fickers

Meppen. Laut Geschäftsführer Michael Korden „wird und muss“ das St.-Vitus-Werk auf jeden Fall die Trägerschaft für die beiden heilpädagogischen Gruppen in der Kita am Sophienplatz in Meppen übernehmen. Im schlimmsten Fall müsse es für die fünf Gruppen der Kita am Sophienplatz zwei verschiedene Träger und damit auch Leitungen geben.

Es sei gar nicht möglich, dass die Stadt die Trägerschaft für die beiden heilpädagogischen Krippen übernehme. „Wir sind hier gegenüber dem Land in der Pflicht“, so Korden. Schließlich handele es sich um eine „heilpädagiosche und teilstationäre Einrichtung der Eingliederungshilfe“ und keine Regelkita. Insofern werde es formaljuristisch zwei unterschiedliche Einrichtungen mit zwei unterschiedlichen Betriebserlaubnissen geben müssen. Das St.-Vitus-Werk würde aber am liebsten für alle fünf Krippengruppen die Trägerschaft übernehmen.

Vorbilder Geeste und Haren

Korden machte keinen Hehl daraus, dass sich das St.-Vitus-Werk alles andere als einen Beschluss für eine städtische Trägerschaft für die restlichen drei Regelgruppen wünscht. Wenn es trotzdem so komme, werde man sich dem fügen müssen. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass sowohl Haren als auch Geeste erst vor einigen Wochen Ratsbeschlüsse fassten, mit denen sie der heilpädagogischen Einrichtung aus Meppen Trägerschaften für neue Kitas übertrugen. Dort werde exakt das selbe integrative Modell einer Kita mit Inklusions- und Regelgruppen realisiert. Es sei sehr viel leichter, eine Kita mit Inklusions- und Regelgruppen „aus einer Hand zu steuern“. Zwei Leitungen seien nicht nur teurer, sondern könnten auch zu großen Problemen im Tagesgeschäft führen.

Keine Sonderwelt

Korden sieht großen Bedarf für diesen beiden Inklusionsgruppen in Meppen. „Ganz aktuell haben wir mehrere behinderte Kinder, die von Meppener Regelkindergärten ausgesondert wurden.“ Das St.-Vitus-Werk fühle sich dieser Kinder verpflichtet und nehme sie auf. So entstünde die „Sonderwelt“ für einen nur heilpädagogischen Kindergarten und die „heile Welt“ im Regelkindergarten. Aber genau diese strikte Trennung wolle man mit der neuen Kita aufheben. Das St.-Vitus-Wer wolle ein gemeinsames Miteinander.

Sichere Finanzierung

Korden will sich trotz aller Diskrepanzen an der Finanzierung der neuen Einrichtung beteiligen. Die Gesamtkosten von 1,89 Millionen Euro würden sich das Land Niedersachsen mit 540.000 Euro, der Landkreis mit 142.500 Euro, das St.-Vitus-Werk mit 700.000 Euro sowie die Stadt mit 507.500 Euro teilen.


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