„Bildung - Würde -Freiheit“ Meppen: KEB geht mit neuem Programm an den Start

Für das neue KEB-Programm werben Dorothee Holz (links), Anne Deeken-Köbbe und Dietmar Schäfer. Foto: Hermann-Josef MammesFür das neue KEB-Programm werben Dorothee Holz (links), Anne Deeken-Köbbe und Dietmar Schäfer. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. „Bildung - Würde - Freiheit.“ Diese drei Begriffe zieren das Titelbild des neuen Programmheftes der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Emsland Mitte.

Vorsitzender Dietmar Schäfer erläuterte in einem Pressegespräch das Beziehungsgeflecht dieser drei Inhalte: „Bildung setzt unsere Freiheit voraus und fördert sie zugleich. Bildung stärkt unsere Würde und verteidigt sie gegen Bedrohungen, die sich aus unseren gesellschaftlichen Strukturen ergeben.“ So biete das neue Programm auf 62 Seiten auch vielfältige Möglichkeiten zum Fragen und Suchen, zur Orientierung, zum Dialog und zur Diskussion und stelle Gelegenheiten zum Handeln und Gestalten vor.

Leiterin Dorothee Holz wies auf die großen Themenblöcke „Gesellschaft und Politik“, „Religion und Glauben“, „Pädagogik und Elternbildung“, „Kunst und Kreativität“ sowie „Gesundheit und Ernährung“ hin. Zusätzlich zu den vielen Veranstaltungen in Meppen gibt es weitere Angebote in Geeste, Haren, Haselünne und Twist. Dabei ergänzte sie, dass zusätzliche Kurse im Laufe des Jahres noch hin zukommen werden.

Im Dialog mit dem Islam

Dabei hob sie besondere Kurse hervor. Hierzu zählt ein Zertifizierungskurs unter dem Motto „Dialogbereiter Christentum-Islam“ mit insgesamt fünf Veranstaltungen. Neben Tagesangeboten, u.a. in Bremen und Osnabrück, findet ein Termin unter dem Stichwort „Argumentieren gegen Stammtischparolen“ in Meppen statt. „Hier erhält man das Rüstzeug für die Praxis“, sagte Holz.

Derselben Thematik nimmt sich auch ein Abendkursus am 22. Februar in Haren an.

Radfahren lernen

Dozentin Anne Deeken-Köbbe hob das weiterhin große Interesse am Radfahrtraining für Frauen mit Migrationshintergrund hervor. „Wir wollen jetzt zudem ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe fit machen, damit sie vor Ort solche Kurse geben können“, sagte Deeken-Köbbe. Diese Kurse fänden in den Familienzentren statt und steigerten das Selbstwertgefühl der Frauen. Dasselbe gelte für die Eltern-Kind-Gruppen. Auch sie ermöglichten eine „Integration vor Ort“. In diesem Zusammenhang weist die KEB-Leitung auf einen neuen Zertifizierungskurs „Leiten von Eltern-Kind-Gruppen“ hin. Der Kurs über 40 Stunden startet mit einem Informationsabend am 15. Februar um 20 Uhr in der KEB-Geschäftsstelle am Nagelshof 21b. Ein weiteres Angebot im Rahmen der Flüchtlingsarbeit richtet sich an Ehrenamtliche. Sie sollen hier die Möglichkeit der Reflexion erhalten.

Hilfen bei Stress

Gleich mehrere Seminare wollen Stressgeplagten helfen. An acht Abendtermeinen erfahren Teilnehmer unter dem Motto „Stressbewältigung im Alltag“wie sie zu mehr Gelassenheit und Zufriedenheit gelangen können. Mit dem Ziel „Stress abbauen und Energie tanken“ startet vermutlich im März ein Yin Yoga-Kursus, der ebenfalls an acht Abenden stattfindet.

An einem Nachmittag (23. Februar) können sich Leiter von Seniorenkreisen neue Ideen zur geistigen und körperlichen Aktivierung der älteren Menschen. Eine Fortbildung unter dem Motto „Vergiss mein nicht - Menschen mit Demenz“ richtet sich an Leiter von Seniorengruppen. In der Angebotspalette zur Pädagogik gibt es spezielle Angebote für Kita-Leiterinnen aber auch für Erzieherinnen zu Fragen der Migration oder zur Familienarmut. In Dalum können zudem Jugendliche ab 14 Jahren einen Babysitter-Kurs belegen.


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