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Als Erster Kreisrat bestätigt Großer Vertrauensbeweis für Martin Gerenkamp im emsländischen Kreistag

Von Thomas Pertz | 24.06.2019, 18:04 Uhr

Erster Kreisrat Martin Gerenkamp ist in der Kreistagssitzung am Montag in Meppen für acht weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Er bekam 54 Ja- und zwei Neinstimmen. Der 55-jährige Jurist aus Lingen arbeitet seit 1994 beim Landkreis Emsland.

Die Amtszeit von Gerenkamp endet im Dezember 2019. Der Kreistag hatte vor der Wiederwahl mit großer Mehrheit auf eine öffentliche Ausschreibung der Stelle verzichtet. Dies ist im Einvernehmen mit dem Landrat möglich, wenn der Kreistag beabsichtigt, den bisherigen Stelleninhaber erneut zu wählen.

Genau daran hatte es im Vorfeld keinerlei Zweifel gegeben, im Gegenteil. Landrat Winter hatte eingangs deutlich gemacht, dass Gerenkamp seit 2011 in der Kreisverwaltung sehr gute Arbeit geleistet habe. "Ich würde keinen anderen Vorschlag machen, eine öffentliche Ausschreibung wäre deshalb eine Farce", so der Chef der Kreisverwaltung.

Hohe Wertschätzung

Gerenkamp genießt über Parteigrenzen hinweg hohe Wertschätzung im Kreistag. Dies wurde in mehreren Wortbeiträgen deutlich. CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Carsten Hiebing bezeichnete ihn „als geschätzten und verlässlichen Ansprechpartner, der einen ganz hervorragenden Job macht“. Bei Gerenkamp handele es sich „um einen sehr, sehr qualifizierten Ersten Kreisrat“, meinte auch die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Andrea Kötter.

Der gebürtige Lüdinghausener leitet das Dezernat 2 mit den Fachbereichen Arbeit, Bildung, Kultur und Wirtschaft. Gerenkamp dankte nach der Wahl "für dieses überwältigende Ergebnis", das ihn mit großer Dankbarkeit erfülle. Er betrachte dies als Wertschätzung seiner bisher geleisteten Arbeit, "aber auch als Ansporn, in den nächsten acht Jahren zum Wohle der Bürger und parteiübergreifend" weiter zu arbeiten.

Anders als bei dem alten und neuen Ersten Kreisrat wird die Stelle des Kreisrates im Emsland öffentlich ausgeschrieben. Diese hatte bislang Marc-André Burgdorf inne. Der 46-jährige Jurist war am 26. Mai mit 59,4 Prozent der Stimmen zum neuen Landrat und Nachfolger von Reinhard Winter gewählt worden. Burgdorf tritt die Stelle am 1. November an. Das Anforderungsprofil für die Aufgabe des Kreisrates verweist auf ein abgeschlossenes Jurastudium, alternativ eine andere Hochschulbildung in Kombination mit mehrjährigen Führungsaufgaben in der öffentlichen Verwaltung und die Bereitschaft, den Wohnsitz im Landkreis Emsland zu nehmen.

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