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Kommentar Das Dorfladen-Angebot vor Ort nutzen

Meinung – Tim Gallandi | 19.07.2019, 20:15 Uhr

Während im nördlichen Emsland den Dorfläden in Spahnharrenstätte, Rastdorf und Hilkenbrook die Schließung droht, ist die Lage in den Läden der kleinen Ortschaften in der Mitte der Region undramatisch. Das muss jedoch nicht dauerhaft so bleiben. Bestimmte Faktoren sind entscheidend. Ein Kommentar.

Anders als im Norden der Region, wo gleich drei Standorte vor dem Aus stehen, ist die Welt der Dorfläden im mittleren Emsland noch in Ordnung – zumindest dem Vernehmen nach. Allerdings ist nicht garantiert, dass es dauerhaft so bleibt. Da es kein Patentrezept für den Erfolg gibt, entscheidet eine Reihe von Faktoren, ob der Laden läuft oder nicht.

Zum einen die Lage: Dorfläden, die an viel befahrenen Strecken liegen, haben bessere Karten als solche, die sich weit abseits befinden und ausschließlich von der Dorfbevölkerung frequentiert werden. Zum anderen das Angebot: Hier sind die Betreiber gefordert, einerseits flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren und sich andererseits bei den Waren auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Der wichtigste Aspekt ist aber der Zuspruch der Dorfbewohner: Nicht nur den Älteren, weniger Mobilen sollte klar sein, welche Vorzüge ein solcher Laden hat. Einiges mag dort etwas teurer als im Discounter in der Stadt sein, aber rechnet man die Fahrtkosten gegen, macht es oft keinen großen Unterschied. Eines lässt sich beim Einkauf im Geschäft um die Ecke allemal sparen: Zeit, die für viele zu einem immer kostbareren Gut wird.