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05.09.2018, 16:40 Uhr KOMMENTAR

E-Autos funktionieren auch für Pendler in Melle

Kommentar von Kirsten Muck

E-Autos erfreuen sich vor allem bei Städtern immer größerer Beliebtheit. Pendler sind skeptisch, ob sie bei begrenzten Reichweiten verlässlich von A nach B kommen. Foto: Michael HengeholdE-Autos erfreuen sich vor allem bei Städtern immer größerer Beliebtheit. Pendler sind skeptisch, ob sie bei begrenzten Reichweiten verlässlich von A nach B kommen. Foto: Michael Hengehold

Melle. Die Elektromobilität macht in Deutschland kaum Fortschritte. Schuld daran ist nicht nur die zum Teil mangelhafte Infrastruktur, die es Besitzern von E-Autos schwer macht, ihre Fahrzeuge zwischendurch schnell aufzuladen. Schuld daran sind auch viele Vorurteile gegenüber dieser Technik. Dass die Reichweiten für Pendler, Handwerker und Geschäftsleute nicht ausreichen, ist zum Beispiel eines. Doch das ist Quatsch, meint unsere Kommentatorin.

Reichweiten von 300 Kilometern sind bei Elektroautos keine Seltenheit mehr. Einige schaffen sogar 500 Kilometer. Die Zeiten, in denen E-Autos nach 50 gefahrenen Kilometern wieder an die Ladesäule mussten, sind vorbei. Deshalb zieht das Argument der Gegner der E-Mobilität, die Reichweiten seien nicht ausreichend, auch nicht mehr.

Für das tägliche Pendeln zur Arbeit ist das E-Auto deshalb durchaus eine Alternative zum herkömmlichen Antrieb. Wer mit mäßigem Tempo zur Arbeit fährt und so den Verbrauch nicht in astronomische Höhen treibt, kommt auch mit Reichweiten bis 300 Kilometer klar. Allerdings muss der Fahrer abends daran denken, das Auto wieder aufzuladen. Der Besitzer eines E-Autos muss also seine Fahrten besser planen. Mal eben so von Osnabrück nach Hamburg düsen, ist nicht möglich. Dafür aber die entspannte Fahrt zur Arbeit.

Einzig der Preis schreckt viele Autofahrer ab, auf den elektrischen Antrieb umzusteigen. Das ist nachvollziehbar. Denn E-Autos in der Größe eines Polos sind unter 20000 Euro nicht zu haben. Das müssen sich die Autofahrer nicht nur leisten können, sondern auch leisten wollen. Den Preis können Gegner der E-Mobilität noch ins Feld führen. Aber die Behauptung, das E-Auto eigne sich nicht für das Pendeln, ist schlichtweg Quatsch.


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