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Wunsch: Mehr Bewegung für Kinder Ab August zwei neue Krippengruppen in Neuenkirchen

Von Marita Kammeier, Marita Kammeier | 08.06.2018, 19:50 Uhr

„Jedes Kind braucht Aufmerksamkeit. Das ist oft anstrengend für Eltern, die alles richtig machen wollen“, sagt Kim Rittinghaus, die Leiterin des Montessori-Familienzentrums. Dafür gibt es eine Vielzahl von Angeboten vom Nähcafé bis zum Kurs „Babys in Bewegung“.

„Es gibt unglaublich viele Kinder hier im Ort“, meinte die Erzieherin mit Blick auf die zwei neuen Krippengruppen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn bis August soll alles fertig sein. Auf dem Gelände der Wilhelm-Fredemann-Oberschule werden zwei Container aufgebaut und eingerichtet. Das sei jedoch kein Problem und das Zusammenspiel mit allen Beteiligten laufe gut, erklärte die Erzieherin.

Kurse für alle Altersklassen

Ausreichend Kurse für alle Altersklassen werden im Familienzentrum jetzt schon angeboten: Das reicht von Monikas Mini-Musik-Schnupperstunde, Erste Hilfe am Kind bis zu Mutter/Vater-Kind-Gruppen und dem Kurs „Mein Kind kommt in die Schule.“.

In Familiensprechstunden und Beratungsgesprächen zur Entwicklung von Kleinkindern im Alter von Null bis sieben ist Zeit für die Fragen und Nöte der Eltern.

Im offenen Eltern-Café knüpfen die Erwachsenen Kontakte, sprechen sich aus oder entspannen einfach mal.

„Wir orientieren uns am Bedarf der Eltern“, erklärte die Leiterin. Dafür werden regelmäßig Zettel verteilt mit dem Aufdruck „Wünsch dir was“. Ein großer Wunsch der Eltern lautete: „Kinder sollen sich mehr bewegen.“

Das Montessori-Team nahm die Anregungen sofort auf, und zur großen Freude von Müttern und Großmüttern läuft der Kurs „Babys in Bewegung“. Die Physiotherapeutin Klara Vogelpohl geht dabei sehr liebevoll auf jedes Kind ein und vermittelt auf spielerische Art und Weise Bewegungs- und Sinnesanreize.

Zehn kleine Finger machen Freude

„Auf der Donau will ich fahren.“ Es wird gesungen, gestrampelt und gedreht, vom Rücken auf den Bauch. Wenn die zehn kleinen Finger der Muttis spielen, dann glucksen und lachen die Babys voller Wonne um die Wette. „Spaß an Bewegung ist ein wichtiges Fundament bis ins hohe Alter“, betont Klara. „Ich lerne hier viel, zum Beispiel, wie ich Greta zum Drehen animiere“, freut sich Lara Siemens.

Im Montessori-Familienzentrum, das zur Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück GmbH gehört, werden 40 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut. 16 pädagogische Fachkräfte arbeiten in zwei altersübergreifenden, integrativen Gruppen. Im Sommer kommen zwei Krippengruppen dazu, jeweils mit 15 Kindern.

Die Montessori-Pädagogik ist nach der italienischen Ärztin Maria Montessori (1870 bis 1952) benannt, die als erste Frau ihr Medizinstudium mit Promotion abschloss. Wichtige Ziele sind dabei die Förderung der Selbstständigkeit und die Freude am Lernen.