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Waren es Tierlaute? „Schreckliche Schreie“ aus Melle: Suche wird nicht fortgesetzt

Von Christina Wiesmann, Christian Lang, Mark Otten und Sarah Engel | 14.02.2017, 22:00 Uhr

Die Suche nach einer Person in dem Waldstück am Hesterbrink in Melle-Oberholsten wird nicht fortgesetzt. Anwohner hatten am Dienstagabend „schreckliche Schreie“ gehört. Es deute aber nichts auf ein strafbares Delikt hin, sagt die Meller Polizei auf Anfrage unserer Redaktion.

Am Dienstagabend wurden um 19 Uhr die Einsatzkräfte der Polizei und der Ortsfeuerwehren Oldendorf und Niederholsten alarmiert. In einem Waldstück am Hesterbrink in Melle-Oberholsten hatten Anwohner nach eigenen Angaben „schreckliche und furchtbare Schreie“ gehört.

Schreie eines jungen Mädchens

Auch die ersten eintreffenden Rettungskräfte sollen noch Schreie aus dem dichten und abgelegenen Waldstück zwischen Melle und Bad Essen vernommen haben. Der Anwohner, der die Polizei alarmierte, gab an, dass er sich hundertprozentig sicher sei, dass die Schreie von einem jungen Mädchen stammen könnten. „Es waren furchtbare Schreie“, sagte der Mann. Schreie wie diese hätte er noch nie gehört.

Hubschrauber im Einsatz

Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren suchten zunächst gemeinsam mit Ortskundigen das unwegsame Waldstück ab. Die Einsatzleitung der Polizei forderte zur Unterstützung die Hundestaffel aus Osnabrück an. Ein Hubschrauber der Bundespolizei aus Gifhorn mit Wärmebildkameras flog bis 21.40 Uhr über das Gebiet, zog dann aber ergebnislos ab.

Suche gegen 22 Uhr eingestellt

Am späten Abend wurde die Suche in der Umgebung abgebrochen. Nach Informationen der Polizeibeamten in Melle liegt derzeit auch keine Vermisstenmeldung vor. Daher könnte es gut möglich sein, dass die Anwohner die Laute eines Tieres gehört und diese mit Menschenschreien verwechselt hätten, so die Polizei. Da es weiterhin keine Hinweise auf eine Straftat gebe, wird die Suche nicht fortgesetzt, teilten die Beamten am Mittwoch mit.