Ein Artikel der Redaktion

Vom Marktplatz zum Kurgarten Spur des Vandalismus in Melles Innenstadt

Von Michael Hengehold | 28.12.2015, 16:30 Uhr

Ganz so ruhig, wie es zunächst schien, sind die Weihnachtstage aus polizeilicher Sicht dann doch nicht verlaufen. Ein Vandalenzug durch die Innenstadt hinterlässt eine Spur vom Markt zum Kurpark, in das Schaufenster eines Schuhhauses wurde ein Pflasterstein geworfen und auch im Grönenbergpark kam es zu Sachbeschädigungen.

Noch am Sonntag hatte ein Polizeisprecher vermeldet, es sei „nichts Großartiges“ über die Feiertage passiert. Da waren die zahlreichen Schäden offenbar noch nicht entdeckt worden, die während der sogenannten Kneipennacht vom 23. auf den 24. Dezember, auch als „Scheinheilige Nacht“ oder „Melle trinkt aus“ bekannt, angerichtet wurden.So trieben die Unbekannten in der öffentlichen Toilette am Markt ihr Unwesen und legten dort Feuer, was nach ersten Erkenntnissen aber lediglich zu Rauchschäden führte. Ein Passant, der die Toilette aufgesucht hatte, berichtete, dass es dort aber auch zu Zerstörungen gekommen sei. Zudem hatte der Mann eine sehr anrüchige menschliche Hinterlassenschaft entdeckt. Weiterhin wurden am großen Weihnachtsbaum am historischen Rathaus Teile der Weihnachtsdekoration zerstört.

Von Marktplatz aus führt die Spur der Zerstörung weiter über die Mühlenstraße, wo ein großer Blumentopf zerschmettert wurde, zum Kurpark. Dort zerbeulten die Unbekannten etliche der neuen Edelstahl-Mülleimer, vermutlich mit Tritten.

Schließlich setzte sich das Treiben im Grönenbergpark fort, wobei die zeitliche Abfolge offen ist. Am dortigen Toilettenhäuschen wurde die Tür eingetreten, außerdem ein weiterer Mülleimer beschädigt.

Auch neue Schmierereien wurden im Park entdeckt. Sowohl am Pavillon, der Sitzecke neben der Voliere, als auch am Nidge-Platz wurde mit roter und schwarzer Farbe geschmiert. Eine leere Dose Hochglanzlack Schwarz ließen die Täter in der Nähe des Futterautomaten zurück.

In der unweit gelegenen Krameramtsstraße wurde das Kennzeichen eines Pkw mit schwarzer Farbe besprüht, außerdem die Außenwand einer Garage.

Wiederum in der Nähe der Krameramtsstraße liegt die Gartenstraße, in der eine Hauswand mit roter Farbe verunstaltet wurde. Zwei weitere Fälle von Sachbeschädigung durch Schmierereien, ebenfalls in diesem Bereich der Innenstadt, untersuchte die Polizei am Montagnachmittag noch. In einem Fall wurden offenbar Rollos besprüht.

Losgelöst von diesen Taten, die wohl allesamt in der Nacht vom 23. Dezember auf den Heiligabend passiert sind, kam es in der Nacht vom zweiten Weihnachtstag auf den Sonntag zu einer Sachbeschädigung in der Mühlenstraße. Dort wurde ein Pflasterstein in das Schaufenster für Damenschuhe geworfen. Gestohlen wurde allerdings nichts, denn das Wurfgeschoss zerstörte die Scheibe nicht, sondern verursachte lediglich einen großen Sprung.

Weiterhin kam es zu einem Einbruch in Oldendorf und zu einem Einbruch in die Schule in Gesmold. Dort waren Unbekannte zwischen Mittwoch und Sonntag in das Lehrerzimmer der Grundschule eingedrungen. Die Einbrecher entwendeten aus dem Raum einen Computer mit Monitor und Zubehör.

Am Montagnachmittag wurden der Stadt dann außerdem Beschädigungen an diversen Buswartehäuschen in der Innenstadt und eines am Gymnasium gemeldet. Die Anzahl der betroffenen Wartehäuschen und um welche Art von Beschädigungen es sich handelt, konnte die Stadt zunächst noch nicht miteilen.