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Tolle Show der Landesturnschule Die Choreografen bitten in Melle zum Tanz

Von Marita Kammeier, Marita Kammeier | 09.02.2016, 11:58 Uhr

Wenn 18 neue Choreografinnen der Landesturnschule zum Tanz bitten, dann vibriert die Bühne vor Frauenpower, Energie und Akrobatik. Parallel zur mitreißenden Show unter dem Motto „Traumspuren“ nahmen sieben Gruppen aus Niedersachsen am Tanzwettbewerb teil.

„Was ist Choreografie?“ Diese Frage stellte das Ausbildungsteam Bernd Meier-Fröhlich, Michaela Wöltjen und Sven Kammeyer am Wochenende den etwa 500 Besuchern im Festsaal. Es ist die tänzerische Gestaltung einer Geschichte auf der Bühne, die kreative Erarbeitung eines Themas mit Zeit und Raum und der Aufbau eines Spannungsbogens, um das Publikum mitzureißen.

Buntes Programm

Das bunte Programm der alle zwei Jahre stattfindenden Probebühne moderierte Nils Holtgrefe, der betonte: „Die Ausbildung zum Choreografen ist einzigartig in Deutschland.“ Neben vier Prüfungsstücken zeigten die Teilnehmerinnen - alle haben Erfahrung als Trainer und Übungsleiter - weitere sechs mit Sorgfalt erarbeitete Choreografien.

„Wir präsentieren heute mit ganz viel Lampenfieber“, beichteten Wiebke Oelgeschläger und Wiebke Schröder gleich zu Beginn der Veranstaltung. „Unser Ziel ist es, mit den Choreografien die Menschen über die Grenzen von Melle hinaus zu begeistern.“ Und dann hieß es Bühne frei für Aktion, Akrobatik, ästhetische Tanzelemente, Musik und vertonte Gedichte von Rainer Maria Rilke.

Lustig-beschwingt

Voller Leidenschaft erzählten die Akteure in ihren Präsentationen von Alpträumen, Traumblasen und einer „Freundschaft – gemeinsam träumen“. Springende Einhörner vollführten Traumjagden, Michelle inszenierte die „Nacht des Grauens“, und Solotänzer Joscha fühlte sich gefangen im Traum. Michi und Bernd bewegten das Publikum mit der romantischen Inszenierung von „Always you – du folgst mir bis in meine Träume“.

Die Zuschauer erhielten neben spannender Unterhaltung auch kenntnisreiche Einblicke in die Ausbildungsinhalte. Die Arbeit mit Gegenständen wie Tischen und Turnbalken im Stück „Karussell“ gehört ebenso zum Berufsprofil wie das amüsante Stück „Freaky – im verkehrten Traum – verträumt“. Die Prüfungsstücke waren lustig-beschwingt wie in den „Vier Jahreszeiten“, rätselhaft in „Schneewittchen meets Der Brokkoli“ und brachten in „Standby“ digitale Welten zum Ausdruck.

Prüfung mit Bravour

Parallel zur Probebühne der Choreografen wirbelten immer wieder energiegeladene Tanzgruppen aus ganz Niedersachsen über die Bühne, darunter auch die Tanzformation des SC Melle „SCrebel Dance & Trix“. Bei der Siegerehrung überreichte Nils Holzgrefe den Pokal des Tanzwettbewerbs an die Gruppe „Agila“ aus Geismar für ihre Aufführung „Fernöstliche Lebensfreude“. Den Publikumspreis erhielt die Kindertanzgruppe „Lovely Fairies“.

„Prüfung mit Bravour bestanden“, verkündete Sven Kammeyer, während er beim Finale die Namen der erschöpften, aber glücklichen Choreografinnen verkündete: Maria Baitler, Silke Belde, Lana Fenske, Lea-Sophie Giese, Anne große Siemer, Anthea Günther, Anna Horstmann, Lina Kunze, Viktoria Lotze, Wiebke Oelgeschläger, Anzelika Oltmanns, Stephanie Schlange, Laura Schön, Wiebke Schröder, Kea Schwarzfeld, Manuela Sehr, Kathrin Specht, Johanna Weber.