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Taschen und Geldbörsen Mellerin Nicole Proch näht eigene Entwürfe

Von Sigrid Sprengelmeyer | 18.02.2015, 16:52 Uhr

Gemütlich ist es in der kleinen Nähstube von Nicola Proch in Melle: Bunte Stoffe und viele Schnittmuster zieren den Tisch und machten neugierig. Das, was unter ihren Händen entsteht, ist kreativ und nicht langweilig.

Vor einem Jahr hat Tochter Leonie (12) in einer Zeitschrift ihren Herzenswunsch entdeckt; eine Büchertasche, die sogenannte Messenger-Bag. Kurzerhand wurde das Schnittmuster bestellt und die völlig nähmaschinenunerfahrene Mutter begann unter Anleitung ihrer Schwägerin, diese Tasche zu nähen. Es war das erste Mal, dass Nicola Proch sich an so ein Vorhaben wagte. Und die Tasche wurde bei Leonie der Renner. „Einige Zeit später, beim Umräumen des Zimmers meines Sohnes, kam mir der Gedanke, einen Quilt, die sogenannte Patchworkdecke, ganz ohne Anleitung zu nähen“, erzählte Nicola Proch. Patchwork ist eine Form der Textiltechnik, bei der Reste verschiedener Materialien verwendet werden, um neue Textilien anzufertigen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, und die entflammte Nähleidenschaft war nicht mehr zu bremsen. Sie perfektionierte ihr Können und näht so akkurat Details, als hätte sie es von Kindesbeinen an gelernt. Damit aber nicht genug, jetzt waren der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt. Sie begann eigene Ideen zu entwickeln, eigene Schnittmuster zu entwerfen für Taschen, Quilts oder Geldbörsen. Alles, was das Herz begehrt. Sie hält kurze Inspirationen fest und feilt sie zu umsetzbaren Ideen aus. Zurzeit entwickelt und näht sie, gemeinsam mit einer Freundin, eine neue Variante für eine Messenger-Bag. Nicola Proch hat in ihre Leidenschaft für das Umsetzen und schneidern ihrer kreativen und immer neuen Ideen Raum gefunden, sich zu entfalten.