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Symbolfigur der Fußgängerzone Meller Schildkröte kommt in die Werkstatt

Von Christoph Franken | 29.07.2014, 17:45 Uhr

Seit über einem Vierteljahrhundert erfreut die steinerne Schildkröte in der Mühlenstraße die Kinder. Seit dem 29. Juli um 11 Uhr ist sie verschwunden. Aber keine Angst: Das beliebte Straßenspielzeug fällt nicht der angelaufenen Umgestaltung der Fußgängerzone zum Opfer, sondern wird saniert und dann wieder aufgestellt.

Dafür hat sich unter anderem Christian Huth eingesetzt. Ihm ist es auch zu verdanken, dass es auf facebook die Seite „Meller Schildkröte“ gibt. „Nach einer Woche hatte die Seite schon 1000 Follower, inzwischen sind es aktuelle 1809“, freut er sich über die Resonanz. Das sei auch ein Zeichen dafür, wie vielen Mellern die lustige Schildkröte ans Herz gewachsen ist.

Die Figur befindet sich nun in der Bau-und Möbeltischlerei von Huth, denn Christian Huth hat gegenüber der Stadt ganz offiziell die Patenschaft für die Schildkröte übernommen. Die erhalte einen neuen Anstrich, wobei Huth sich bei der Farbgebung an den ursprünglichen Farben orientieren will. „Die wollen wir detailgetreu sanieren“, betonte er. Dann, spätestens bis zum Herbstfest, kehre das Lieblingsspielgerät der Kinder wieder zurück, werde aber ein paar Meter nach oben versetzt. „Da passt sie besser in das neue Straßenkonzept“, berichtete Huth.

Die Projektleiterin für die Verschönerung der Mühlenstraße, Inge Bredemeier vom städtischen Bauamt, freut sich über die Lösung. „Alle lieben die Schildkröte und sie kommt insbesondere bei Kleinkindern gut an“.

Schon in den Vorbesprechungen mit den Kaufleuten der Mühlenstraße hatte die Schildkröte eine Rolle gespielt. Ein Geschäftsmann führte sie dabei unter Zustimmung seiner Kollegen als Positiv-Beispiel an. Die Schildkröte bilde einen Stopp-Punkt für Passanten mit Kindern: Die spielen auf ihr und die Eltern schauen sich in der Zeit die Geschäftsauslagen an.

Mit der Umgestaltung kommen bald weitere Spielgeräte dazu. Aber eine Konkurrenz für die Schildkröte werden sie sicher nicht: Die hatte schließlich schon Generationen von glücklichen Kindern auf ihrem Rücken.