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Stricken für den guten Zweck Handarbeitsgruppe seit 25 Jahren in Melle-Westerhausen aktiv

Von Christina Wiesmann | 13.02.2017, 14:25 Uhr

Am 29. Januar gab es für die Handarbeitsgruppe des Heimat- und Verschönerungsvereins Westerhausen-Föckinghausen (HuVV)Grund zum Feiern. Denn die Gruppe wurde 25 Jahre alt. Auf den Tag genau vor einem Vierteljahrhundert fand das erste Treffen im Keller von Waltraud Weber statt.

Sie übernahm im Januar 1992 die Leitung der Gruppe und daran hat sich bis heute nichts geändert. Geändert hat sich hingegen der Ort, an dem sich die Frauen der Gruppe zum gemeinsamen Handarbeiten treffen. Im Sommer 1992 zog die Gruppe in das damals neue Albert-Schweitzer-Haus der Oldendorfer Marienkirchengemeinde in Westerhausen in einen hellen Raum, in dem sie sich fortan wöchentlich trafen.

Verkauf auf Nikolausmarkt

Um die Kirchengemeinde zu unterstützen, riefen die Frauen der Handarbeitsgruppe erstmals im Dezember 1992 einen kleinen Verkauf auf dem Oldendorfer Nikolausmarkt ins Leben, auf dem mit den selbst gemachten Handarbeiten 400 Mark erwirtschaftet werden konnten.

Der Erlös in den Folgejahren wuchs, das Interesse an den kreativen und sorgfältig gearbeiteten Stücken sprach sich rum. Die Gruppe – der nach kurzer Zeit bereits 40 Frauen angehörten – war bald während des Marktes in einem Zelt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) untergebracht, außerdem veranstalteten sie ab 1995 regelmäßig im Albert-Schweitzer-Haus einen eigenen Basar mit Kaffeetafel.

Waltraud Weber erinnert sich: „Das erste Mal blieb von 40 bis 45 Kuchen und Torten nicht mal ein Stück für uns übrig. Erika Siekmann hat dann schnell noch einen Topfkuchen von zu Hause geholt, so dass auch die letzten Besucher noch etwas Essbares bekamen.“

Nach Angeben der Gruppenleiterin kamen mit dem Basar im Oktober und der Teilnahme am Nikolausmarkt jährlich zwischen 3000 und 5000 Mark zusammen. In den ersten zehn Jahren nach der Gründung der Handarbeitsgruppe gelang es den Frauen, der Kirchengemeinde einen Reinerlös von 29300 Mark zur Verfügung zu stellen.

Und weil die Handarbeiten auch weiterhin gut ankamen, schafften es die Handarbeitsfrauen auch nach der Umstellung auf den Euro, weitere 26300 Euro spenden zu können.

Auf dem Jubiläumsnachmittag Ende Januar dankte Waltraud Weber allen Unterstützern. Herzliche Worte fand sie für die Frauen, die mit viel Liebe und Geschick die Handarbeiten herstellen „auch wenn es den meisten schon sehr schwer fällt“.

Kreative Ideen

Rund 14 Frauen sind aktuell in der Gruppe aktiv, stricken und häkeln, basteln, fertigen Schmuckstücke an und tauschen sich über neue Trends und kreative Ideen aus.

„Nachwuchs fehlt uns natürlich sehr“, sagt Waltraud Weber.

Ihr und den Verantwortlichen des Heimat- und Verschönerungsvereins ist es daher ein Anliegen, jüngere Frauen für die Gruppe gewinnen zu können.

Interessenten können sich auf der Homepage des Vereins (www.hv-westerhausen-foekinghausen.de) informieren.