Ein Artikel der Redaktion

Rückblick und Ausblick bei Burstie Blätter der Femlinde als Regenschirm in Gesmold

29.06.2015, 13:37 Uhr

Zur traditionellen Burstie kamen am Sonntagnachmittag zahlreiche Bürger unter der Femlinde im Ortskern zusammen. Thomas Schulke, stellvertretender Ortsbürgermeister Gesmolds, begrüßte die Neubürger im Stadtteil: „Herzlich willkommen bei uns.“

Dann setzte der Regen ein, dicke Tropfen fielen herab. Unter der Femlinde aber ließ es sich gut aushalten – denn die Blätter erwiesen sich als sicherer und natürlicher Regenschirm.

Traditionell und als Zeichen der Verbundenheit überreichte Marlies Kellenbrink vom Gesmolder Ortsrat Pastor Jörg Ellinger eine Kerze. Das Küsterehepaar Gisela und Konrad Niederwettberg erhielt ein Brot, gebacken von Elisabeth Weßler.

Ort im Wandel

Anschließend richtete sich Pastor Jörg Ellinger an die Bürger der Kirchengemeinde. Er dankte besonders den Ehrenamtlichen. „Sie leisten in der Gemeinde sehr viel“, so Ellinger. Er gab einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Kommune und Kirche.

Vor dem Ortsbürgermeister, auch das war neu in diesem Jahr, sprach Bürgermeister Reinhard Scholz unter der Femlinde zu den Anwesenden.

Er berichtete, dass im Arbeitskreis eine deutliche Mehrheit für die Flurbereinigung gestimmt habe. „Die Flurbereinigung ist das geeignete Instrument, um unsere ländlichen Bereiche zu ordnen“, so Scholz. Sie sei jedoch für alle Stadtteile ein Thema – nicht nur für Gesmold. Erfreuliches hatte er auch zu verkünden: „Der Kunstrasenplatz kann gebaut werden.“ Scholz verriet, dass eigens dafür eine Richtlinie erlassen wurde, die für alle Vereine gelten werde.

Und, für viele eine interessante Neuigkeit: Die Tankstelle kommt tatsächlich. Baubeginn, so der jetzige Stand der Dinge, wird der Herbst 2015 sein.

Michael Weßler griff einige Punkte seines Kollegen erneut auf, gerade der Hochwasserschutz und das Integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) sind ein Thema im Ort. Scholz hatte schon zu bedenken gegeben: „Wir müssen uns auf einen Wandel in der Gesellschaft einstellen.“

Im Wandel befindet sich ein Ort nahezu ununterbrochen, das wissen auch die Gesmolder. So berichtete Weßler von Änderungen im Abwassersystem und Neuerungen im Bereich des Internets.

Neu ist das Versteigern der Fischrechte für die Alte Else und ein Teilstück der Uhle nicht, traditionell aber launiger Bestandteil der Burstie. So ging das erste Teilstück, vom Hörstenweg bis zur Brücke an der Westerhausener Straße an Ernst Kellner. Das zweite Stück, von der Brücke Westerhausener Straße bis zum Grundstück der Schlossallee 3 an Mathias Otto, das dritte Teilstück (Schlossallee 3 bis in die Else) sicherte sich Josef Brand.

Die Fischrechte für ein Teilstück der Uhle gingen an Frank Niekamp. „Mit den Inhabern der Fischrechte macht der Ortsrat, gemeinsam mit dem Fischereiverein, ein Fischessen mit Fischen aus der Else“, verriet Sabine Schlüter vom Bürgerbüro.

Zum Abschluss der Burstie sangen alle das Gesmolder Heimatlied (Text und Melodie von Franz Rahe) und stärkten sich in fröhlicher Runde mit Köstlichkeiten vom Grill.