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Richtfest mit Korn und Bier Neue Halle für die Traktorenfreunde in Melle

Von Dr. Stephanie Uhlhorn | 20.07.2014, 18:35 Uhr

Eigentlich wollte Walter Bussmann 2012 vom Verein „Traktoren und historische Landmaschinen“ nur Geld für die Plattdeutsche Runde. Nun wird gleich eine neue Halle gebaut. Am Freitag wurde das Richtfest gefeiert.

„Mehr nach rechts“, „Jetzt nach links“, „Einfach Richtung Melle“ tönte es über den Bergsiek, als Axel Wehmeier und Jan Brockmeyer das geschmückte Bäumchen auf dem Dachfirst befestigten. Viele Meesdorfer waren zum Traktorenmuseum gekommen, um das Richtfest der neuen Halle zu feiern. Mit ihrer Unterstützung gelang es den beiden Zimmerleuten, das Bäumchen gerade anzubringen. Als ihr Chef Reinhard Kaase den Vorsitzenden des Vereins, Eberhard Splete, fragte, ob ihm der Bau gefalle, war die Antwort eindeutig positiv. Splete erzählte während des Festes, wie Walter Bussmann 2012 zu ihm gekommen sei, weil er Geld für die Plattdeutsche Runde benötigte. Doch woher sollte der Vorsitzende dies nehmen? Kurz entschlossen rief er beim Redaktionsleiter des Meller Kreisblattes, Christoph Franken, an und fragte um Rat. Franken vermittelte den Kontakt zu dem damaligen Mitglied des Landtages (MdL) Ernst-August Hoppenbrock. „Was wollt ihr haben?“, habe Hoppenbrock gefragt. Daraus sei die Idee der neuen Halle entstanden. Das MdL holte die Sparkassenstiftung Osnabrück mit ins Boot, und nun wird der Anbau fertiggestellt.

Eberhard Splete dankte allen Beteiligten, darunter dem Bauunternehmer Manfred Schneider, dem Architekten Hans-Peter Gehres, der Statikerin Elke Kleine-Weber und natürlich Reinhard Kaase und seinem Team. Ortsbürgermeister Wilhelm Hunting brachte seine Freude zum Ausdruck, was am Bergsiek passiere. „Als sich der Verein gegründet hat, war nicht abzusehen, was daraus wird“, gab er eine anfänglich skeptische Haltung zu. Zur Begeisterung der Gäste hielt er einen Teil seiner Rede auf Platt. „Sie erhalten ein Stück Geschichte für die Jugend und tragen zur Rettung von Kultur bei“, stellte Hunting fest. Für die Stadt überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Tiemann Glückwünsche. Nach dem offiziellen Teil stand einer zünftigen Feier mit Korn, Bier und Bratwurst nichts mehr im Wege. Im nächsten Jahr steht dann das 25-jährige Vereinsjubiläum an.