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Rahdenstraße wird saniert Anwohner-Vorschläge bei Versammlung in Melle-Neuenkirchen

Von Norbert Wiegand, Norbert Wiegand | 16.02.2017, 14:48 Uhr

23 Anwohner und Interessierte informierten sich am Mittwochabend in der Neuenkirchener Gaststätte „Auszeit“ bei einer Versammlung über die Pläne zur Sanierung der Rahdenstraße und gaben den Planern Anregungen mit auf den Weg.

„Bei Projekten, bei denen der Straßenverlauf bleibt und keine wesentlichen Veränderungen an den Nebenanlagen stattfinden, machen wir normalerweise vorher keine Informationsveranstaltungen“, erklärte Guido Ostholthoff. Bei der Sanierung der Rahdenstraße werde jetzt aber testweise eine Ausnahme gemacht, so der Abteilungsleiter Straßenbau und Unterhaltung beim Landkreis Osnabrück. „Vielleicht erhalten wir ja im Vorfeld Hinweise, die spätere Komplikationen, Diskussionen oder Zusatzkosten vermeiden“, ergänzte der Diplom-Ingenieur.

Krötentunnel

Die Möglichkeit Fragen zu klären und Anregungen zu geben, wurde von den Teilnehmern der Versammlung genutzt. So gaben sie Hinweise auf Entwässerungsprobleme an ihren Grundstücken, wünschten sich für ihre Schubkarren eine geeignete Zufahrt zum Grünabfall-Sammelplatz und eine Anwohnerin regte an, am Teich zwischen dem Spilkerweg und der Ostenfelder Straße einen Krötentunnel einzurichten.

In der Erörterung der Vorschläge sah Projektleiter Philipp Remke wenig Chancen für einen Krötentunnel. Die schubkarrengerechte Zufahrt zum Grünabfall-Sammelplatz könne aber in die Planungen einbezogen werden. Das galt ebenso für einige Vorschläge zur Beseitigung von kleinen Wasserproblemen. Stück für Stück präsentierte Philipp Remke die bereits erarbeiteten Pläne der gesamten 3,2 Kilometer langen Sanierungsstrecke.

Die Vertreter der Straßenbau-Behörde betonten aber auch, dass der Landkreis keine eigenen Probleme der Grundstückseigentümer auf Kosten der Allgemeinheit lösen werde. „Rohre unter Zufahrten werden nicht von uns gereinigt, dafür ist der Nutznießer zuständig“, erklärte Remke. Gleichwohl könnten Flächen-Eigentümer in Zusammenarbeit mit beauftragten Bauunternehmen zu vermutlich günstigen Bedingungen alte Zufahrten öffnen und neue einrichten lassen. Solche und andere Anliegen könnten vor Ort während der Bauzeit mit den Baufachleuten geklärt werden.

Vier Monate Vollsperrung

„Die Sanierung der Rahdenstraße (K 211) zwischen der L 701 und der L 83 beginnt nach Ostern und wird etwa vier Monate dauern“, kündigte Ostholhoff an. Der ungenügende Fahrbahnaufbau erfordere eine Deckenverstärkung. Die neue Decke wird im Schnitt sechs Zentimeter höher liegen, was fast auf der gesamten Streckenlänge zu Höhenangleichungen der Zufahrten und Nebenanlagen führen wird. Anliegerbeiträge werden nicht erhoben. Zwei Bushaltestellen sollen barrierefrei umgebaut werden.

„Für die Durchführung der Arbeiten ist eine Vollsperrung unumgänglich, eine Umleitungsstrecke wird eingerichtet“, kündigte Ostholthoff an. „Anlieger werden ihre Häuser jederzeit erreichen können“, versicherte er. Allerdings nicht immer von beiden Seiten. Während vorher angekündigter Asphaltierungsarbeiten könne ein Grundstück möglicherweise bis zu 36 Stunden nicht befahren werden. „Bei medizinischen Notfällen oder wenn ausgerechnet dann die neue Küche angeliefert wird, lässt sich immer eine Lösung finden“, beruhigte Remke die Anwohner.