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Privat contra Kommune Noch keine Klage gegen neues Becken in Melle

Von Christoph Franken | 03.07.2014, 18:07 Uhr

Dirk Ostermeier, der Betreiber des Bewegungsbades und Fitness-Centers am Bahnhof, hat die Stadt entgegen seiner Ankündigungen von Anfang Juni noch nicht vor dem Verwaltungsgericht verklagt. Er will jetzt zunächst noch einmal mit dem neuen Bürgermeister Reinhard Scholz das Gespräch suchen.

Ostermeier hatte sich Anfang Juni im Gespräch mit unserer Zeitung darüber beklagt, dass ihm die Stadt „entgegen vorheriger Absprachen“ mit einem Bewegungsbecken im neuen Hallenbad Konkurrenz machen werde. Gespräche mit der Stadt seien wegen der „Hinhalte-Taktik“ der Kommune aber erfolglos gewesen und deswegen werde er die Stadt verklagen.

Nun scheint es eine neue Lage zu geben, denn: „Bei uns ist definitiv keine Klage eingegangen“, sagte Erster Stadtrat Andreas Dreier. Er gab sich zudem betont gelassen. „Wir werden uns in der Sache ruhig zurücklehnen, denn Herr Ostermeier weiß selber, dass da nicht viel Stoff zu seinen Gunsten drin ist.“ Insofern gehe er davon aus, dass Ostermeier den Klageweg auch nicht beschreiten werden, so Dreier.

Ostermeier bestätigte , dass er trotz seiner vorherigen Ankündigung bislang nicht geklagt habe. Das könne aber immer noch kommen.

Jetzt wolle er zunächst noch einmal das Gespräch mit der Stadt suchen, denn in der Sache komme es ihm jetzt auf ein oder zwei Wochen nicht an. Da sich die Wahl des neuen Bürgermeisters hingezogen habe und Scholz sich nun erst einmal einarbeiten müsse, sei noch kein Gesprächstermin terminiert.

Ostermeier hofft aber, dass Scholz sich demnächst auch mit der Angelegenheit „Bewegungsbecken“ vertraut machen werde. „Dann vereinbaren wir einen Termin und sprechen noch mal über alles“, erklärte der Kaufmann.