Ein Artikel der Redaktion

Oldendorf ist der aktivste Verein Transferpolitik der Meller TT-Vereine

Von Malte Stickel | 26.06.2011, 16:28 Uhr

Kenner der Tischtennis-Szene wissen von etlichen Spielern, die nahezu jährlich Dress und Vereinsfarben wechseln – derlei „Wandervögel“ sind im Grönegau eher selten zu beobachten. Auch zum Ende der Transferperiode TT, die ihr Fenster am 31. Mai schloss, gab es kein „Bäumchen-wechsel-Dich“. Die Meller Vereine ließen die Finger von Schnellschüssen, denn mit einer langfristigen und nachhaltigen Transferpolitik fahren die Clubs aus dem Stadtverband seit jeher gut.

Dass bei der SV Oldendorf als Melles mit Abstand größtem Verein etwas mehr Wechselaktivitäten zu verzeichnen sind, liegt derweil auf der Hand. Dabei hatte der Großverein auch einige Abgänge zu verzeichnen: So schloss sich etwa „Edelfan“ Steven Schillocks dem TSVE 1890 Bielefeld an, während es Malte Stickel zum MTV Jever zog. Björn Brüggemann kehrt indes zu seinem Stammverein TSV Westerhausen zurück.

Schwerer wiegt da schon der Wechsel von Svenja Böhm, die – offenbar auf Druck des Verbandes – bei Hannover 96 unterschrieb, der im Vorjahr bereits die Ex-Oldendorfer Meike Müller und Maria Shiiba verpflichtete. Neu im Dress der SVO, jedoch keineswegs eine Unbekannte ist Leonie Krone, die von den SF Oesede in den Grönegau wechselt. Die Tochter des Oberliga-Teammanagers Fred Krone bekam ihr Talent bereits in die Wiege gelegt, in Oesede war für sie jedoch als Spitzenspielerin der ersten Damen in der BOL das Ende der Fahnenstange erreicht. In Oldendorf wird sie nun in der Verbandsliga-Equipe auflaufen. Ebenfalls in der Verbandsliga wird Michael Kühn antreten, der diese Spielklasse aus seinem Stammclub TSV Venne bestens kennt. Nach dem feststehenden Abstieg des TSV entstand rasch ein guter Kontakt durch Kühns Freunde Patrick Niekamp und Garret Hogg, der den Venner alsbald zur Unterschrift veranlasste. Sowohl ins sportliche als auch ins menschliche Gefüge der Ersten dürfte Kühn hervorragend passen. Ein ganz besonderer Coup gelang der SVO zudem mit Dietmar Lohrie, der sich nach etlichen Spielzeiten beim TTC Rahden neu orientieren wollte. Der 43-jährige Routinier agierte viele Jahre höherklassig und kann auf mehrere Oberliga-Meistertitel und Regionalliga-Aufstiege mit dem TSV Hespe Ende der Neunzigerjahre zurückblicken. In Rahden war er zuletzt immerhin bester Spieler der Verbandsliga Mitte. Seine Erfahrung und sportliche Qualität wird die zweite Mannschaft der SVO enorm bereichern.

Neu bei der SV Oldendorf sind außerdem Yvonne und Enrico Kirchhoff vom TuS Dielingen. Ihre Töchter Michelle und Lea sind längst fester Bestandteil der Niedersachsenliga-Mannschaft – ein Wechsel war daher nur eine Frage der Zeit.

Derweil musste der SuS Buer erneut ein Urgestein ziehen lassen. Nach zwanzig Jahren im Bueraner Trikot geht Udo Dummann künftig für den westfälischen Nachbarverein TTC Rödinghausen an die Tische.

Auch Daniel Diekmann kehrt dem SuS den Rücken und wechselt zu seinem Stammverein Viktoria Gesmold, für den er auch sehr erfolgreich Fußball spielt. Ebenfalls zurück bei Viktoria ist Heiko Alfermann, der seine Stippvisite bei der Spvg. Eicken beendet.