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Nun Anleinpflicht in den Parks Stadt Melle nimmt Hunde an die Leine

Von PM. | 20.09.2011, 12:48 Uhr

Die Stadt hat neue Schilder aufgestellt, um Hundeführer darauf hinzuweisen, dass ihre Tiere in städtischen Parks angeleint werden müssen. Damit reagiert die Behörde auf Bitten von Menschen, die sich in den öffentlichen Grünanlagen durch frei laufende Hunde belästigt oder gar bedroht fühlen.

Denn bei der Stadtverwaltung beschweren sich zunehmend Eltern, die sich um ihre Kinder wegen frei laufender Hunde sorgen, und auch ältere Menschen fühlen sich von den Vierbeinern bedroht. Darauf reagierte die Stadt nun mit einer Anleinpflicht für den Grönenbergpark, den Kurpark-Friedensgarten sowie die Else-Promenade in der Innenstadt. Dazu wurden jeweils an den Eingängen dieser Grünflächen Schilder angebracht, 20 insgesamt. So ist sichergestellt, dass die Hundeführer auf jeder Seite auf die Anleinpflicht hingewiesen werden. Städtische Mitarbeiter sollen eingesetzt werden, um auf die Anleinpflicht hinzuweisen.

In Melle gilt außer in den Parkanlagen generell keine Anleinpflicht. Es müssen jedoch folgende Regeln beachtet werden: Bei Umzügen, Volksfesten, Märkten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie auf Anlagen oder Verkehrsflächen, die unmittelbar an öffentlich zugängliche Spielplätze, Sportanlagen, Schulhöfe und Gelände von Kindergärten angrenzen, sind Hunde ebenfalls anzuleinen. Außerhalb dieser Flächen ist ein nicht angeleinter Hund so zu führen, dass keine Menschen oder Tiere angesprungen oder angegriffen beziehungsweise Tiere gehetzt oder gerissen werden können. Hundeführer müssen sich darum kümmern, dass ihr Tier nicht unbeaufsichtigt herumläuft.

Außerdem gilt eine gesetzliche Anleinpflicht für Hunde im Wald und in der freien Landschaft während der Brut- und Setzzeiten in der Zeit vom 1. April bis 15. Juli. Diese Vorschrift steht im Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung.

Bei der Stadt gehen auch immer wieder Beschwerden über durch Hundekot verunreinigte Spielplätze ein. Doch dazu gibt es bereits eine Regelung, über die Hundehalter bei der Anmeldung ihres Tieres informiert werden. Diese besagt, dass Hundeführer ihre Tiere nicht auf Spielplätze mitnehmen dürfen. Dies gilt ebenfalls für Schulhöfe und Kindergartengelände. Die Regelung ist Bestandteil einer Verordnung, die der Rat der Stadt beschlossenen hat. Diese regelt auch, dass Parkanlagen, Sportplätze, Straßen sowie Gehwege nicht durch Tierkot verunreinigt werden dürfen. Hundeführer sind verpflichtet, Tierkot unverzüglich zu beseitigen.