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Nonnenstein und Grüner See Naturführung geht über Grenzen

Von PM. | 12.07.2013, 07:30 Uhr

Diese Exkursion hat sich zu einem Klassiker im Rahmen der „Meller Naturführungen“ entwickelt: Am Sonntag, 28. Juli, bietet Naturführer Manfred Kloweit-Herrmann eine grenzüberschreitende Wanderung an.

Die etwa dreistündige Naturführung führt durch die nähere Umgebung des Grünen Sees. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz am Grünen See an der Kellenbergstraße in Markendorf. Die Teilnahme kostet für Erwachsene drei Euro, für Kinder die Hälfte.

„Während dieser Wanderung wird den Teilnehmern Natur- und Zeitgeschichtliches wie der Nonnenstein, die Gehle, ein Hügelgrab und der Grüne See vorgestellt“, erläutert Britta Itzek vom Umweltbüro. An dieser Stelle seien der Nonnenstein und der Grüne See stellvertretend für alle übrigen Punkte erwähnt, die im Rahmen der Naturführung angesteuert werden.

Als Nonnenstein wird ein 14 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Berg gleichen Namens in Rödinghausen bezeichnet. Errichtet wurde das Bauwerk 1897 als „Kaiser-Wilhelm-Turm“. Der Nonnenstein liegt exakt auf der Grenze zwischen dem Kreis Minden-Lübbecke und dem Kreis Herford.

Der Grüne See ging aus einem Steinbruch hervor, in dem ab 1902 schieferartiges Gestein für den Straßenbau und Bruchsteine für den Bau von Gebäuden gewonnen wurde. In den Jahren 1917 bis 1936 diente die Anlage als Kreissteinbruch, in dem zeitweilig bis zu fünf Personen tätig waren. Im Jahr 2011 ergriffen der Heimat- und Verschönerungsverein Buer und die Interessengemeinschaft Grüner See die Initiative, um das kleine touristische Kleinod erneut mit Leben zu erfüllen. Die Stadt und der Ortsrat unterstützten das Projekt ebenfalls. Ab November 2011 ging dann alles Schlag auf Schlag: Die maroden Gebäude wurden abgerissen. Dann folgten die Hangsicherung und das Ebnen der Aussichtsplattform. Kurz darauf wurden drei schlichte Wohncontainer angeschafft, die das Herzstück der heutigen Seehütte bilden.

Weitere Infos gibt es auf der Internetseite www.meller-naturfuehrungen.de und bei Britta Itzek vom Umweltbüro unter 05422/965-470. E-Mail: b.itzek@stadt-melle.de.

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