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Nacktkatze in mehreren Schichten Schüler des Gymnasiums Melle lernen Lasurtechnik

Von Conny Rutsch | 23.12.2015, 14:35 Uhr

Die Augen der Nacktkatze kommen immer plastischer zum Vorschein, und ihre Ohren wirken derartig dreidimensional, als könne man in sie hineinfassen.

Shannon Vallo und ihre Mitschüler trafen am Dienstag in den Räumen des Kunstvereins im Engelgarten zum zweiten Mal den Osnabrücker Maler Hinrich van Hülsen . Tierporträts mit Acrylfarben zu malen hieß die Aufgabe. Das allein schon ist eine Herausforderung, aber mit der Technik, die der Künstler den Schülern nahebrachte, eine sehr besondere dazu.

Lebendigen Charakter

Zunächst musste das Bild aufgebaut werden, soll heißen, der Kopf des Löwen, der Körper des Fuches, der Wasserbüffel, das Zebra und etliche Tiere mehr, wurden von den Gymnasiasten mit Kohlestift auf eine mit Leinwand beklebte Malplatte gezeichnet. „Man muss den Mut haben, seine Kunst zu zerstören“, hieß es dann von Hinrich van Hülsen, denn die jungen Leute mussten nun mit verdünnter Farbe in Ockerton ihre Zeichnung komplett übermalen. Ganz verschwunden war die Kohlezeichnung dadurch nicht. Nach dem Trocknen der Farbe kam sie wieder zum Vorschein, um nun mit Pinsel und Farben weiter ausgearbeitet zu werden.

So ging es weiter. Das immer detaillierter ausgestaltete Tierporträt wurde immer wieder mit den unterschiedlichsten verdünnten Farben übermalt und erhielt dadurch Tiefe.

Auch wenn diese Technik für die Schüler ungewohnt schien, waren sie am Ende doch begeistert über die Wirkung der vielen Farben, auch wenn sie noch so dünn aufgetragen wurden. Und so erhielt die Nacktkatze von Shannon einen sehr viel lebendigeren Charakter als die Vorlage auf dem Foto.